Jackass: The Movie
Bitte nicht nachmachen!
Die legendäre und heftig umstrittene MTV-Serie "Jackass" wurde in den USA
längst abgesetzt: Empörte Eltern
und Politiker wüteten gegen den "Jackass"-Erfinder Johnny Knoxville und
seine Crew, die sich einmal
wöchentlich damit beschäftigte, eklige und vor allem meist recht
selbstzerstörerisch anmutende Stunts
auszuprobieren. Da sprangen Knoxville und seine Kumpels mit dem Kopf voraus
gegen Betonwände, rollten
in Einkaufswagen steile Abhänge hinunter oder versuchten, sich gegenseitig
anzuzünden.
Wie auch bei MTV hat Regisseur Jeff Tremaine seinen abendfüllenden "Jackass
- The Movie" als bloße
Aneinanderreihung verschiedener kurzer Filmchen inszeniert, die im Grunde
genommen äußerst
handlungsarm sind - abgesehen von den unermüdlichen Versuchen der
Beteiligten, sich schmerzhaften
Stunts auszusetzen und die persönliche Ekelschwelle im Selbstversuch zu
überschreiten.
So verabreichen sich die Jungs gegenseitig Elektroschocks (vorzugsweise im
Genitalbereich), demolieren als
Pandabären verkleidet sämtliche Auslagen einer belebten Geschäftsstraße in
Tokio, schneiden sich mit Papier
die Haut zwischen den Fingern und Zehen blutig oder balancieren über ein gut
gefülltes Wasserbecken mit
Alligatoren. Natürlich kommt auch der Fäkalhumor nicht zu kurz, und es
werden oft und gerne böse Späßchen
mit ahnungslosen Rentnern getrieben.
Politisch korrekt ist das alles nicht, gänzlich sinnentleert und
geschmacklos noch dazu. Optisch und auch
thematisch erinnern viele Szenen an die grassierenden Heimvideo-Shows
einiger Privatsender. Nur fallen hier
eben keine niedlichen Kleinkinder in den Ententeich, sondern propere
Endzwanziger ins Piranhabecken.
Trotzdem lacht man bereitwillig über manch absurde Situationskomik und zuckt
bei den wagemutigsten und
bizarrsten Stunts immer wieder zusammen. Keine Idee ist zu blöd oder zu
gefährlich, um sie nicht doch
auszuprobieren, und so sieht man 87 Minuten lang einer enthemmten Horde
nicht erwachsen gewordener
Jungs dabei zu, wie sie ihre pubertären Gewaltphantasien ausleben. Kein
Wunder, dass der Film, der in den
USA pünktlich nach dem Verbot der Fernsehserie ins Kino kam, überwiegend
junge Männer anlockte, die dort
im sicheren Dunkel des Kinos ihre abenteuerlichsten Bubenstreiche noch
einmal erleben durften.
Wer kein Fan der Fernsehserie ist, dem sei angeraten, dem Kinofilm ebenfalls
fernzubleiben. Aber das
Abendland wird auch nach "Jackass - The Movie" nicht untergehen. Schließlich
bebt die Erde nicht einmal
jeden Samstag, wenn die "Superstars" auftreten.
infos über den film im internet: [ uip.de ]
kinostart: 27. februar 2003
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Action, Komödie
länge: 87 min
Original: Jackass: The Movie
Darsteller:
Johnny Knoxville, Bam Margera, Chris Pontius,
Regie:
Jeff Tremaine,
Drehuch:
Jeff Tremaine, Johnny Knoxville,
Drehjahr: 2002 FSK: 18
Starttermin: 27.02.2003 [ Offizielle Website ]
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mich hat die serie am ende ziemlich gelangweilt - besonders die deutsche version - und der film taugt auch nichts!!! |
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ein film ist es ja eigentlich nicht, aber saugeile szenen! ein muss für jeden fan!
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