K-Pax
Alles ist möglich
Am Anfang steht er einfach nur da: Ein Mann mittleren Alters im blauen
Blouson und mit einer
großen Sonnenbrille auf der Nase lässt die anderen Menschen vorbeihasten,
während er selbst in
einer riesigen Bahnhofshalle dem turbulenten Treiben um sich herum nur
zusieht. Nichts an dem
Kerl ist außergewöhnlich, und dennoch gelingt es Regisseur Iain Softley
bereits in dieser ersten
Szene, seiner Hauptfigur Prot einen Hauch von Magie und Mysterium zu
verleihen.
Kevin Spacey spielt diesen rätselhaften Prot, der behauptet, von einem
anderen Stern namens
K-Pax zu kommen, und er bleibt auch dabei, als ihn der Psychiater Powell
(Jeff Bridges) in der
Klapse genauesten Untersuchungen unterzieht. Prot ist derart überzeugend,
dass des Doktors
Weltbild atomisiert ist, noch bevor der vermeintliche Außerirdische sein
tatsächliches Schicksal unter
Hypnose preisgibt.
Charaktere, die zunächst eine gewisse Mattigkeit ausstrahlen, sich dann aber
doch als äußerst
wach und lebendig erweisen, liegen Kevin Spacey besonders. Das weiß man
spätestens seit "Die
üblichen Verdächtigen", "Sieben" oder "American Beauty", und auch die Rolle
des Prot paßt exakt
ins Schema
Doch gerade diese unbezwingbare Präsenz Spaceys erweist sich in Softleys
"K-Pax" mitunter als
Problem. Spacey macht den Film so sehr zum Spiegel seiner zweifellos
beeindruckenden
darstellerischen Leistung, dass für den Rest wenig, zu wenig Raum bleibt:
Für die intelligente
Geschichte, die sich allmählich in Spaceys Personality-Show verliert, für
den Zynismus des Co-Stars
Jeff Bridges sowie für die nur noch als Stichwortgeber fungierenden
Nebenfiguren. Softleys kleiner,
unprätentiöser und kluger Film gerät dadurch unversehens zum Starvehikel
und das war
vermutlich das Letzte, was der Regisseur wollte.
infos über den film im internet: [ kpax.de ]
kinostart: 17. oktober 2002
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Drama, Phantastischer Film
länge: 118 min
Original: K-Pax
Darsteller:
Kevin Spacey, Jeff Bridges, Mary McCormack,
Regie:
Iain Softley,
Drehuch:
Charles Leavitt,
Drehjahr: 2001 FSK: 12
Starttermin: [ Offizielle Website ]
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kevin spacey beweist auf's neue, das er ein erstklassiger schauspieler ist!
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die gute geschichte leidet etwas unter dem können von kevin! oder? gibt es denn sowas?
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