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Kroko

Kiez-Prinzessin

Kroko, Kino, Kinoprorgamm, München Kroko ist eine sechzehnjährige Blondine aus dem Berliner Wedding. Als eine Gefriertruhen-coole Eisprinzessin befehligt sie ihre Hinterhofgang, die überforderte Mutter zuhause und die kleine Schwester. Hinter Krokos mit zentimeterdicken Make Up-Schichten übertünchte Fassade blickt keiner, auch ihr Freund Eddie nicht. Gelangweilt, abgebrüht und solariumsgebräunt, stolziert Kroko durch die Straßen in ihrem Kiez, die metallictürkisen Lider stets betont desinteressiert auf Halbmast. Als Kroko nach der Disco betrunken und ohne Führerschein in einem gestohlenen Auto einen Mann zum Krüppel fährt, zuckt sie bei der Urteilsverkündung vor Gericht nur mit den Achseln und betrachtet ihre krallenartig-langen, blutroten Fingernägel. Sozialdienst in einer Behinderten-WG lautet die Strafe, und für Kroko ist es wirklich eine. Aber auch die Bewohner der WG sowie deren Betreuer Micha (Harald Schrott) haben nicht auf die supercoole Blondine gewartet. Und so kommen in „Kroko“ Rührseligkeiten gar nicht erst auf: Die Behinderten sind bösartig und nervtötend, Kroko verliert zunehmend die Beherrschung

Kroko, Kino, Kinoprorgamm, München Sylke Enders hat ihren ersten Spielfilm in Berlin angesiedelt, und doch könnte „Kroko“ überall spielen in den trostlosen Stadtteilen und Vororten der Bundesrepublik, zwischen vormittags auf der Straße herumstreunenden Arbeitslosen, tabakgelben Gardinen, düsteren Pinten und Kneipen, die „Bei Mutti“ heißen. Enders Film ist eine pointierte Milieustudie, die auf den ersten Blick wie hingeworfen wirkt. Erst beim genaueren Betrachten bemerkt man, dass im Gegenteil hier eben gar nichts improvisiert, sondern alles genau ausgezirkelt ist. Franziska Jäger spielt die Titelheldin mit einem hinreißenden Minimalismus, ihre Miene erinnert vorwiegend an Buster Keaton. Doch in diese kurzen Wimpernschläge der Entspannung, die auch Kroko mitunter passieren, legt Enders die gesamte Dramatik ihrer ambitionierten, faszinierenden Tragödie um ein junges Mädchen, dass erst langsam lernen muss, dass Freundschaft und Vertrauen wichtiger sein können als Geld, Zigaretten und Sex.

kinostart: 04. märz 2004

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genre: Drama länge: 92 min Original: Kroko Darsteller: Franziska Jünger, Alexander Lange, Hinnerk Schönemann, Kroko Regie: Sylke Enders, Kroko Drehuch: Sylke Enders, Drehjahr: 2002 FSK: 12 Starttermin: Offizielle Website ]

wo läuft der film in münchen? [ Kroko im kinoprogramm ]

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Ein interessanter Stoff, der mir aber nicht deutlich genug umgesetzt wurde!

sys-co sagt: e-bert sagt:

Der Film ist wirklich interessant und hochaktuell!




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