Lebenszeichen
Stockholm-Syndrom mal anders!
Der
in Kolumbien lebende amerikanische Ingenieur Peter Bowman (David
Morse)
wird entführt und in den Dschungel verschleppt. Die Geiselnehmer
fordern drei Millionen Dollar Lösegeld. Nachdem alle Versuche,
auf offiziellem Weg mit den Entführern zu verhandeln, gescheitert
sind, nimmt Bowmans Frau Alice (Meg Ryan) die Sache selbst in die
Hand und heuert den Kidnapping-Experten
Terry Thorne (Russell Crowe) an. Im Laufe der monatelangen Verhandlungen
verlieben sich Terry und Alice ineinander, und plötzlich erscheint
es Alice gar nicht mehr erstrebenswert, den Angetrauten aus den
Klauen der Gangster zu befreien. Im wirklichen Leben hat sich Meg
Ryan weniger skrupulös gezeigt als in ihrer Filmrolle und ist
während der Dreharbeiten mit fliegenden Fahnen von Ehemann
Dennis Quaid zu Co-Star Russell Crowe übergelaufen.
Und
diese kleine Geschichte am Rande ist eigentlich das einzig Bemerkenswerte,
was sich über dieses Action-Drama von Taylor Hackford ("Ein
Offizier und Gentleman") sagen lässt: Der 08/15-Plot rund
um die Entführung ist zwar ambitioniert und spannungsreich
inszeniert, aber nie wirklich neu. Viel interessanter fürs
Publikum dürfte die Frage sein, ob auf Grund der skandalumwitterten
Romanze, die Hollywoods charming girl und der rauhbeinige Macho
aus Australien hinterden Kulissen erlebten, nun auch auf der Leinwand
die Funken sprühten. Die Antwort ist ein klares Nein. Eine
im Rohschnitt vorhandene Liebesnacht
zwischen den beiden Protagonisten wurde der negativen Zuschauerreaktionen
wegen für die endgültige Kinofassung wieder herausgeschnitten,
und so beschränkt sich der intime Kontakt zwischen Terry und
Alice auf einen einzigen Kuss, bevor der starke Held in den Kampf
zieht, seiner Herzallerliebsten den Gatten zurückzuholen. Die
gegenseitige Attraktion soll sich durch diskrete Blicke und wie
zufällig erscheinende Gesten andeuten, doch das kann Hackford
nicht vermitteln, die emotionale Spannung findet auf der Leinwand
nicht statt. Der Rest ist aufwändig-solides Hollywood-Kino.
Mehr nicht.
infos über den film im internet: [ proofoflife.warnerbros.com ]
kinostart: 22. märz 2001
lebenszeichen
besetzung: Meg Ryan, Russell Crowe, David Morse, Pamela Reed, David Caruso...
regie: Taylor Hackford
drehbuch: Tony Gilroy produzent:
Taylor Hackford, Charles B. Mulvehill
schnitt: John Smith, Sheldon Kahn
kamera: Slawomir Idziak usa
2000 genre: drama
verleih: tobis orginaltitel:
proof of life länge:
135min. [ mehr bei imdb ]
<pg>
der funke springt nicht über! durchschnittlich!!
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nur mäßig spannend und vorallem schade um die
liebesszene! so funktioniert der film fast nicht!
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