Es gibt sie ja, diese Tage. An denen man ausschließlich schöne Menschen auf der Leinwand sehen möchte. Sich gedankenlos berauschen lassen will von einer zentimeterdicken Zuckergussschicht auf der sehr überschaubar und geradlinig in ein Happy End mündenden Geschichte über ein patentes junges Mädchen und einen tapferen jungen Helden (in diesem Fall auch noch US-Soldat im Irakkrieg). Für genau diese Tage ist 'Das Leuchten der Stille' konzipiert, und auch nur dann ist die jüngste Produktion von Hollywoods Kitsch-König Lasse Hallström ('Gottes Werk und Teufels Beitrag') erträglich. Denn nüchtern betrachtet ist Hallströms wie üblich in zartes Pastell getauchtes und mit den jungen Hot Shots Amanda Seyfried und Channig Tatum prominent besetztes Melodram einfach nur eine triviale, unerklärlich zerdehnte und wenig subtil auf die Tränendrüse drückende, weitere Verfilmung von Nicolas Sparks.