Oktober 1989: Die West-Berliner Studentin Franzi (Felicitas Woll) bezieht eine Wohnung direkt an der Mauer. Es dauert nicht lange, bis sie sich in den NVA-Grenzer Sascha (Maxim Mehmet) verknallt. Treffen in Ost-Berlin werden phantasievoll organisiert. Bis Franzi eines Abends nicht zurück will und mit Saschas Sandkastenfreundin Uschi (Anna Fischer) die Rollen tauscht.
Es ist angesichts von Peter Timms eigener, absolut nicht rosaroter DDR-Vergangenheit schwer zu fassen, wie milde sein Rückblick auf die frühere Heimat auch diesmal ausgefallen ist. Letztlich erleidet der naiv-harmlose 'Liebe Mauer' das Schicksal des Zuspätgekommenen: Zu Zeiten von 'Goodbye Lenin' hätte 'Liebe Mauer' passable Chancen auf einen Kassenerfolg gehabt. Inzwischen sind launige DDR-Komödien von vorgestern. Der verspätete Starttermin hinkt nun auch noch sämtlichen Mauerfall-Gedenkveranstaltungen hinterher. Daran ändern leider auch die drei wirklich brillant spielenden Hauptdarsteller nichts mehr.