Als Hockeyteam waren sie unschlagbar. Damals, zu Unizeiten. Inzwischen fegen die Damenmannschaften Frederik und seine Kumpels problemlos vom Platz. Entsetzt tauchen die von den Jahren, dem leben und den amazonengleichen Gegnerinnen gebeutelten Kerle ab - buchstäblich. Denn nachdem die anfängliche Schwellenangst bei allen überwunden ist, beginnen sich die Männer zum ersten schwedischen Herren-Synchronschwimm-Team zu formieren. Vorbei an allen Widrigkeiten des Daseins und ungeachtet des Spottes ihrer Umwelt planschen sich Frederik und seine Freunde frei - und bis zur Synchron-Weltmeisterschaft nach Berlin.
Die sanft melancholische Komödie 'Männer im Wasser' des schwedischen Regisseurs Mans Herngren erinnert in manchen Momenten sehr deutlich an Peter Cattaneos Underdog-Komödie 'The Full Monty' von 1997. Wie schon bei Cattaneo werden die Hauptfiguren umrankt knappen, pointierten Geschichten, die mal mit der Liebe, mal mit dem Job oder der Familie zusammenhängen. Letztlich therapieren die maskulinen Nixen ihre Midlife-Crisis aber wie damals die Gelegenheits-Stripper in der Gruppe. Das mag im Aufguss manchmal recht abgedroschen erscheinen, ist aber von Herngren so originell bebildert, so federleicht und charmant inszeniert und von den Darstellern so schwungvoll gespielt, dass man diese 'Männer im Wasser' einfach mögen muss.