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Mamma Mia!

Vom Musicalerfolg zum Blockbuster?

Mamma Mia!, Kino, Kinoprogramm, München Abba ist ein Phänomen. Die Musik der schwedischen Popband stößt zwar nicht überall auf Anklang. Dennoch ist die Gruppe auch über zwanzig nach ihrer Auflösung ein Erfolg. Schuld daran sind nicht nur diverse Coverbands, die mit ihren Interpretationen die Songs am Leben erhalten. Sondern auch die beiden Bs von Abba, Benny Andersson und Björn Ulvaeus. Die zwei haben, nachdem eine Wiedervereinigung des Quartetts von ihren mitsingenden Ex-Frauen Agneta Fältskog und Anni-Frid Lyngstad kategorisch ausgeschlossen wurde, flugs eine neue Lizenz zum Gelddrucken ersonnen: das Musical 'Mamma Mia!'. Am 6. April 1999 wurde das Spektakel um die allein erziehende Hippie-Mutter Donna in London uraufgeführt und trat von dort seinen Siegeszug rund um die Welt an.
Dieser Siegeszug ist einerseits erstaunlich. Denn die Geschichte über die resolute Donna und ihre Tochter, die zur eigenen Hochzeit ihre drei potentiellen Väter (so sicher war sich die lebenslustige Mutti da nicht) einlädt und damit für erhebliches Gefühlschaos inmitten malerisch weiß getünchter Häuschen sorgt, ist schlicht und überschaubar. Aber wen interessiert andererseits allen Ernstes eine Handlung, wenn die mitreißende Musik von Abba jeden emotionalen Moment illustriert? Das Musical, auch wenn hier offensichtlich rigorose Zweitverwertung der größten Abba-Hits betrieben wurde, hatte die Leute in den gediegensten Theaterhäusern vor Begeisterung jauchzend mitklatschen lassen. Der Film von Regiedebütantin Phyllida Lloyd garantiert Ähnliches. So sehr man sich bei den ersten Liedern noch dagegen sträuben mag - unbemerkt wippen die Füße doch bald im Takt.

Zwar ist die Inszenierung unsagbar bieder, die Griechen sind eine schlimme Karikatur, die Sonnenuntergänge inflationär. Aber wenn man Meryl Streep als Donna in Latzhosen und mit sanft zerzaustem Haar durch einen Olivenhain tanzen sieht, während sie die 'You can dance, you can jive' aus 'Dancing Queen' singt, schmilzt man dahin. Dass Frau Streep eine großartige Schauspielerin ist, war bekannt. Dass sie leidlich singen kann ebenfalls. Aber die Perfektion, die hinter einer Szene wie ihrem Pierce Brosnan ins Gesicht geschmetterten 'The Winner Takes It All' steckt, kann gar nicht genug gewürdigt werden. Ohne Schnitt, wie die im Hintergrund vorbei ziehenden Menschen beweisen, singt sie ihm ihre Leidenschaft entgegen. Das ist platt - und ergreifend.
Die witzigen Szenen und Einlagen funktionieren ebenso gut wie die dramatisch-rührseligen. Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgard als potentielle Väter derselben Tochter spielen ihre undankbaren Rollen mit Verve und einem sehr notwendigen Augenzwinkern. Der besondere Charme dieses bis ins kleinste Detail ausgetüftelten Films steckt in der vorgeblichen Nicht-Perfektion. Die Choreographien sind bei den Tanzszenen der Kleingruppen nicht ausgereift, manche Songs, gerade die von Colin Firth oder Streep interpretierten, sind nicht wirklich identisch mit den allseits bekannten Vorlagen. Doch hätte man die Stimmen per Computer ans Vorbild angeglichen, wäre bis zum wunderbaren Abspann viel Fröhlichkeit und Authentizität verloren gegangen. So bleibt gewahrt, was Andersson und Ulvaeus erschaffen wollten: einen großen Spaß. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

infos über den film & trailer im internet: [ mamma-mia-film.de ]

Kinostart: 17. Juli 2008

<uf>

Abba ist einfach Kult! Und ein Film voller Abba-songs ist da einfach immer gut, auch wenn die Handlung schwächelt!

sys-co sagt: e-bert sagt:

Ich hätte mir schon etwas mehr Story gewünscht! Doch die Abba-Hits machen vieles wett und die Besetzung ist sehr gelungen!

Mamma Mia! - Trailer

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genre: Komödie, Musical länge: 109 min Original: Mamma Mia! Darsteller: Meryl Streep, Pierce Brosnan, Amanda Seyfried, Mamma Mia! Regie: Phyllida Lloyd, Mamma Mia! Drehuch: Catherine Johnson, Drehjahr: 2008 FSK: oA Starttermin: 17.07.2008 Offizielle Website ]

wo läuft der film in münchen? [ Mamma Mia! im kinoprogramm ]

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