Auch im Osten scheint manchmal die Sonne. Was sehr ungewohnt anmutet, wenn man sich der vielen in tristem Grau gehaltenen deutsch-deutschen Geschichten erinnert, die seit dem Mauerfall verfilmt wurden. Glück im Plattenbau kam darin nicht vor. Und wenn, war es von allzu flüchtiger Dauer. Hagen Keller entwirft in seinem leichtfüßigen 'Meer is nich' das Bild einer Jugend zwischen Weimar und Jena. Mit Licht durchfluteten Aufnahmen von jungen Mädchen bei der Bandprobe und verhärmten Vätern, die den ganzen Tag Zeitung lesen. Denn etwas anderes bleibt ihnen nicht mehr bis zum Rentenbeginn. Debütant Keller färbt seinen Plot nicht rosarot, obwohl auch die erste sanfte Liebe der energischen Lena (Elinor Lüdde) stimmig und knapp erzählt wird.
Die Angst vor der Arbeitslosigkeit oder die abgrundtiefe Verzweiflung, wenn man den Job erst mal los ist und sich unter Niveau verkaufen muss, durchzieht Kellers kraftvollen Sommerfilm wie ein roter Faden. Trotzdem glüht 'Meer is nich' ganz unaufgesetzt vor Hoffnung und Optimismus von innen. Wie seine großartige Hauptdarstellerin Lüdde. Der Laiendarstellerin sieht man mit steigender Begeisterung dabei zu, wie sie sich voller Leidenschaft und absolut unbeirrbar ihren Weg ins Erwachsenenleben bahnt.
infos über den film & trailer im internet: [ meerisnich.de ]
Kinostart: 27. März 2008
<uf>
Elinor Lüdde ist als Hauptdarstellerin einfach großartig! Die Geschichte ist ein erfrischender Kontrast zu den bisherigen 'Ost-Filmen'!
Endlich mal ein Film, der ohne große Klischees die Jugend im Osten zeigt! Ein sehr guter Film!