Es gibt Rollen, die bleiben kleben. Romy Schneider kämpfte ihr Leben lang gegen das 'Sissi'-Image an, und Renée Zellweger hat sich nun einmal als 'Bridget Jones' ins kollektive Kinogedächtnis gespielt. Umso erstaunlicher ist es, dass Zellweger, die ansonsten seit Jahren gegen ihr Bridget-Image ankämpft, sich in 'New in Town' freiwillig als amerikanisches Abziehbildchen der pummeligen Britin in Szene setzen lässt. Als erfolgreiche, knallharte Managerin Lucy soll die Blondine vom Dienst eine unrentable Joghurtfabrik in den unwirtlichen Weiten Minnesotas abwickeln.
Wie es sich für eine Karrierefrau aus dem sonnigen Miami gehört, reist Lucy in pastellfarbenen Kostümchen und Stöckelschuhen in die Eiswüste, brüskiert die angeblichen Hinterwäldler rund um die Uhr und verliebt sich natürlich in den einzigen unbeweibten, attraktiven Kerl vor Ort (Harry Connick jr.), der ausgerechnet der Gewerkschaftsboss sein muss. Die lebkuchensüße Kombination aus warmherzigen Landbewohnern und eisigen Temperaturen hat es dem dänischen Regisseur Jonas Elmer anscheinend so sehr angetan, dass er sie gleich in unzähligen Variationen servieren muss. Auf Originalität oder gar Raffinesse hingegen hat Elmer weitgehend verzichtet.