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Räuber Kneißl

Räuber, Wilderer, Rebell, Volksheld.

Räuber Kneißl, Kino, Kinoprogramm, München Die Legende vom Voralpen-Robin Hood Mathias Kneißl entstand am 21. Februar 1902. An diesem Tag wurde Kneißl hingerichtet. Das älteste Kind armer Wirtsleute saß schon als Halbwüchsiger das erste Mal im Knast. Damals wurde er erwischt, wie er in Begleitung der gesamten Familie die Opferstöcke einer Kirche plünderte. Mit 17 Jahren erlebte der Kleinkriminelle den Tod des Vaters bei einer Festnahme durch die Polizei. Kurz darauf werden auch Kneißl und sein jüngerer Bruder Alois wieder einmal verhaftet. Alois wird das Zuchthaus nicht überleben. Mathias schon. Nach Amerika will er auswandern, und in seiner Cousine Mathilde findet er auch rasch eine passende Partnerin. Doch die Verhältnisse, die sind nicht so. Deswegen wird aus Kneißl kein Auswanderer, sondern der meistgesuchteste Verbrecher seiner Zeit.

Marcus H. Rosenmüller, der bislang mit überwiegend humorigen Produktionen wie 'Wer früher stirbt ist länger tot', 'Schwere Jungs' oder 'Beste Zeit' reüssierte, wagt sich jetzt an den mit einem düsteren Heiligenschein versehenen Volkshelden. Entsprechend dunkel, grau und entsättigt sind die Bilder, fast schon dokumentarisch wirken manche Kamerafahrten rund um die verdreckte Hütte der Kneißls. Akribisch und mit großer Liebe zum Detail seziert Rosenmüller eine Epoche sozialer Ungerechtigkeit, in der mancher alles galt und mancher gar nichts. Eine ungewöhnliche Kombination aus Western und Heimatfilm ist Rosenmüller gelungen, in der sich tragische, grausame und sanft heitere Momente auf organische Weise abwechseln. Auch die durchweg exquisiten Darsteller sind bis auf wenige Ausnahmen treffend besetzt und, was in diesem Fall noch wichtiger ist, allesamt des notwendigen Idioms mächtig. Allerdings zerfällt 'Räuber Kneißl' in viele sehenswerte Einzelszenen, die eigenartig unverbunden nebeneinander stehen. Das lässt den Film trotz vieler Kamerabewegungen oft statisch und langatmig wirken. Die alles zermalmende Wucht, die Reinhard Hauff 1970 seiner Fassung 'Mathias Kneißl' verleihen konnte, erreicht Rosenmüllers Variante nicht. Das mag auch an dem unvergleichlichen Hans Brenner liegen, der bei Hauff den ins Sinistre spielenden Titelhelden gab. Maximilian Brückners Kneißl ist von Anfang an bis zum Ende selten facettenreich genug.

Infos über den Film & Trailer im Internet: [ movienetfilm.de ]

Kinostart: 21. August 2008

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Marcus H. Rosenmüller macht einfach gute Filme, und diesmal bekommt man sogar noch Historisches serviert! Sehr gut!

sys-co sagt: e-bert sagt:

Eine spannende Geschichte, die sehr lebensnah inszeniert wurde! Doch die Verfilmung mit Hans Brenner ist etwas besser!

Räuber Kneißl - Trailer

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genre: Drama, Historischer Film länge: 115 min Original: Räuber Kneißl Darsteller: Maximilian Brückner, Brigitte Hobmeier, Thomas Schmauser, Maria Furtwängler, Räuber Kneißl Regie: Marcus H. Rosenmüller, Räuber Kneißl Drehuch: Christian Lerch, Karin Michalke, Drehjahr: 2008 FSK: 12 Starttermin: Offizielle Website ]

wo läuft der film in münchen? [ Räuber Kneißl im kinoprogramm ]

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