Totgesagte leben länger. Das gilt aus unerfindlichen Gründen auch für die Horrorfilm-Reihe 'Saw'. Waren die ersten drei Folgen, in denen der irre Serienkiller Jigsaw (Tobin Bell) sein Unwesen trieb, noch ziemlich clever aufbereitet, beeindrucken die nachfolgenden Filme nur durch ihren Sadismus und die Hektoliter Kunstblut, die auf der Leinwand vergossen werden. Das hat sich erwartungsgemäß im sechsten Aufguss nicht verändert.
Gewohnt dreckig-düster sind die Bilder, gewohnt viele Körperteile werden den noch lebenden Personen abgetrennt. Der durchgeknallte Jigsaw mördert posthum herum, Handlanger sind seine Witwe (Betsy Russell) und ein pervers veranlagter Polizist (Costas Mandylor). Das Gedärm fliegt, das Gekröse spritzt, und die aufwändig in der Kellerkulisse verteilte Hirnmasse muss zweifellos die der Drehbuchautoren sein.