Frauen denken heutzutage nur an das eine - ans Geldausgeben. Allein mit dieser schlichten und angesichts der Finanzkrise schon wieder anachronistisch anmutenden Erkenntnis hat sich Sophie Kinsellas 'Confessions of a Shopaholic' weltweit über 15 Millionen Mal verkauft. Kein Wunder also, dass sich Mega-Produzent Jerry Bruckheimer der Geschichte angenommen hat und eine quietschbunte und vor Klischees schier berstende Romantic Comedy gebastelt hat.
Dass 'Shopaholic' trotz seiner vorhersehbaren Handlung, der eindimensionalen Charaktere, des aufgesetzten Happy Ends und der schnell ins Hysterische geratenden Protagonistin Rebecca (Isla Fisher) einen erheblichen Unterhaltungsfaktor besitzt, liegt allein an der ausbalancierten Regie des Australiers P.J. Hogan. Der hat bereits vergleichbaren Produktionen wie 'Muriels Hochzeit' oder 'Die Hochzeit meines besten Freundes' noch einen sehr speziellen Charme und kurze Momente echter Tiefe verleihen können.
Liebe kann man, im Gegensatz zu den neuesten Manolo Blahniks, nicht kaufen. Diese schlichte Botschaft verpackt Hogan so ansprechend und amüsant, dass einem die frappierende Inhaltsleere fast nicht auffällt.