Snakes on a Plane
Der Name ist Programm
Dieser Film erfüllt sämtliche Erwartungen, die an ihn gestellt werden. Allzu hochtrabend dürfen sie zwar nicht sein. Wer beim Titel 'Snakes on a Plane' aber keine tief schürfende Introspektion erwartet, sondern einfach einen konventionell und rasant gemachten Actionthriller, sitzt in diesem Film richtig. Regisseur David R. Ellis hat sich erkennbar an Klassikern des Genres erinnert, um den Katastrophenfilm der Siebziger Jahre neu zu beleben. Dass damals, als die Flugzeugabstürze und die sich im Angriff auf die Menschheit befindlichen Monstertiere boomten, niemand auf die simple Idee kam, diese beiden Angst-Auslöser zusammenzuspannen, verwundert schon ein wenig.
Ellis hat es getan, das Ganze mit einer großen Prise schwarzen Humors und ein paar gepfeffert sarkastischen Einzeilern angereichert und mit dem unverwüstlichen und Genre-erprobten Samuel L. Jackson garniert. Derlei Garnitur braucht 'Snakes on a Plane' auch dringend, denn die Handlung erklärt sich bereits durch den Titel: Der kernige FBI-Mann Neville Flynn (Jackson) fliegt mit einem jungen Surfer-Bubi namens Sean (Nathan Phillips), der zum Kronzeugen in einem wichtigen Mordprozess wurde, von Hawaii nach Los Angeles. Die in Freiheit verbliebenen bösen Buben versuchen mit allen Mitteln, den armen Sean das Lebenslicht auszublasen, bevor der den Gerichtssaal betreten kann. Letzte Möglichkeit ist, das Flugzeug, in dem Sean und Neville sitzen, zum Absturz zu bringen. Das funktioniert in Zeiten des allgegenwärtigen Terrors nicht mehr mit Sprengstoff im Handgepäck, deswegen schmuggeln die Bösewichter einen Container voller Giftschlangen in die Touristenklasse. Und schon kurz nach Erreichen der endgültigen Flughöhe haben sich die emsigen Tierchen durch die Elektronik und die hysterisch kreischenden Fahrgäste gebissen...
Der Rest sind aus allen Öffnungen fallende, hübsch am Computer generierte Reptilien und sehr plastisch gezeichnete, stereotype Charaktere: Das miteinander in der Bordtoilette knutschende Pärchen stirbt natürlich zuerst, der egoistische Geschäftsmann kommt selbstverständlich auch an die Reihe, ebenso die heroisch in letzter Minute noch ein Baby rettende Stewardess.
Ellis hat bei seiner angenehm selbstironischen Inszenierung ein ausgeprägtes Gefühl fürs Timing. Immer dann, wenn einem die sich windenden, erbarmungslos die Passagiere meuchelnden Schlangen allmählich langweilig werden, übernimmt eine Schlechtwetterfront oder ein sterbender Pilot die stets zwischen Aberwitz und Geschmacklosigkeit pendelnde Dramatik.
kinostart: 07. September 2006
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Action, Horror
länge: 105 min
Original: Snakes on a Plane
Darsteller:
Samuel L. Jackson, Byron Lawson, Nathan Phillips,
Regie:
David R. Ellis,
Drehuch:
John Heffernan, Sebastian Gutierrez,
Drehjahr: 2006 FSK: 16
Starttermin: [ Offizielle Website ]
wo läuft der film in münchen? [ Snakes on a Plane im kinoprogramm ] Bei amazon.de gibt's [ Soundtrack und Buch ] zum Film
<pg>
Naja, der Film erfüllt einfach alle Klischees und das ist ja auch schon mal was!
|  |
 |
So blöd das alles sein mag, ich konnte einige male herzhaft lachen und habe den Film sehr entspannt genossen!
|
|