Eine alte Frau (Vanessa Redgrave) liegt auf dem Sterbebett und erinnert sich an die große Liebe ihres Lebens. Während die beiden erwachsenen, drehbuchgemäß natürlich sehr unterschiedlichen Töchter (Toni Collette, Natasha Richardson) über ihre letzten Atemzüge wachen, dämmert die ehemalige Nachtclubsängerin zwischen den entscheidenden Phasen ihrer bewegten Vita dahin. Man merkt diesem arg beseelten Frauenfilm von Lajos Koltai, der bereits das Drehbuch zu 'The Hours' lieferte, allzu deutlich die Romanvorlage an. In einem Buch empfindet man die Gleichwertigkeit verschiedener Charaktere nicht als störend.
Hier zerfasert die Handlung in zu viele Einzelstränge, die dazu auch noch zu ungleich gewichtet sind. Doch Akzente sind für eine funktionierende Literaturverfilmung absolut unverzichtbar. Koltai hingegen bildet einfach alles ab, was geschrieben stand. So wird man mit keiner Person wirklich warm, geht einem kein Schicksal, weder der Mutter noch der zwei Töchter, zu Herzen. Man sieht einigen der besten Schauspielerinnen Hollywoods dabei zu, wie sie gegen das ausufernde, konstruierte Drehbuch anspielen. Aber gegen manche gestelzten Sentenzen und steifen Regieeinfälle sind auch Granden wie Meryl Streep, Glenn Close oder Claire Danes machtlos.