The Dark
Tote leben länger
Düster und grau ragen die Felsen in den Himmel, dunkelblau sind die Wellen, die an die zerklüfteten Küsten schlagen. Ein rauer Wind pfeift dazu. Inmitten der kargen, spröden Landschaft der Isle of Man ist der britische Horrorfilm "The Dark" angesiedelt. Keltische Sagen spielen für die Bewohner dieses Welt abgeschiedenen Landstrichs noch eine enorme Rolle, und Regisseur John Fawcett greift tief hinein in die Zauberkiste der schaurigen altenglischen Geistergeschichten. Locker basierend auf dem Roman "Opferlamm" von Simon Maginn inszeniert Fawcett seinen Mythen beladenen Psychothriller um eine walisische Sage. Die besagt, dass ein Toter wieder aus dem Jenseits zurückgeholt werden kann - wenn sich ein Lebender für ihn opfert. Die New Yorkerin Adelle (Maria Bello) und ihre halbwüchsige Tochter Sarah (Sophie Stuckey) besuchen den Ex-Mann und Kindsvater James (Sean Bean), der sich als Maler in ein einsames Haus an der Küste von Wales verkrochen hat. Gleich nach der Ankunft spürt Adelle den Fluch, der auf dem alten Farmhaus lastet. Doch erst, als Sarah plötzlich verschwunden ist, ist James bereit, den ungeahnten übersinnlichen Fähigkeiten seiner ehedem recht leichtlebigen Ex-Frau Glauben zu schenken...
Die ersten Szenen von "The Dark" sind wirklich geschickt konstruiert und so Atem beraubend spannend, wie es sich für einen anständigen Horrorfilm gehört. Doch leider kann Fawcett das Tempo und das Niveau nicht lang halten und verliert sich im Laufe des Films immer mehr im Dickicht der minütlich konfuser werdenden Handlung und seiner bis zur Hälfte des Films üppig ausgelegten Querverweise. Viel zu schnell wird durch die zahlreichen Rückblenden klar, was mit den früheren Besitzern des Hauses und nun der kleinen Sarah passiert ist, und viel zu krude und unglaubwürdig ist das Ende, auf das der mit einem penetranten Soundteppich zugekleisterte Gruselstreifen zunehmend stärker eiernd zusteuert. Schade um Maria Bello und Sean Bean, die sich tapfer durch den stetig anwachsenden Unsinn schlagen und wahrlich ein besseres Drehbuch verdient hätten.
kinostart: 26. Januar 2006
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Horror, Thriller
länge: 92 min
Original: The Dark
Darsteller:
Sean Bean, Maria Bello, Abigail Stone,
Regie:
John Fawcett,
Drehuch:
Stephen Massicotte,
Drehjahr: 2005 FSK: 16
Starttermin: [ Offizielle Website ]
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Der Film fängt wirklich gut an, aber leider baut er zu Hälfte hin stark ab und wirkt teils unfreiwillig komisch!
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Ein durchschnittlicher Horrorfilm, aber Maria Bello hätte doch ein besseres Drehbuch verdient!
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