Vieles hat das Internet erst ermöglicht. Positives wie google, wikipedia oder den Online-Brockhaus. Negatives wie Bankdaten-Hacken oder eine weltweite Kinderpornographie-Szene. In dem hoch spannenden Thriller von Gregory Hoblit auch das kreative Töten. FBI-Computerspezialistin Jennifer Marsh (wunderbar als gebrochene Heldin: Diane Lane) jagt einen Psychopathen mit ausgereiften PC-Kenntnissen, der seine Opfer qualvoll sterben lässt. Online. Live. Je mehr Menschen im World Wide Web zusehen, umso schneller geht es dem Ende zu. Vergeblich versuchen Marsh und ihr Team, herauszufinden, wer hinter der Webseite steckt. Vergeblich. Die Opfer werden immer zahlreicher und die Morde immer perverser.
Hoblit inszenierte das von Robert Fyvolent und Mark R. Brinker verfasste Drehbuch als klassisches Katz-und-Maus-Spiel von Polizei und Täter. Temporeich, mitreißend, clever auf Effekt hin arrangiert und großartig geschnitten. Die Medienkritik erscheint zwar eher als Feigenblatt denn als ernst gemeint. Aber nicht einmal einige logische Brüche verderben die wohlige Gänsehaut, den dieses Stück souveränes Genrekino verursacht.