Was nicht paßt, wird passend gemacht
Häusle bauen!
... lautet das Motto von Bauunternehmer Werner Wiesenkamp (Dietmar Bär) und
seinen Mannen.
Egal ob es darum geht, Fertighausteile in geeignete Formate zu bringen, die
Baupläne des
Architekten phantasievoll zu interpretieren oder den zu Tode gekommenen
polnischen Hilfsarbeiter
ins Fundament des künftigen Eigenheims einzubetonieren. Ähnlich verfahren
der geschwätzige
Polier Horst (Willi Thomczyk) und seine zwei bärbeißigen Gesellen Kalle
(Ralf Richter) und Kümmel
(Hilmi Sözer) auch mit dem neuen Praktikanten, der ihnen zugewiesen wurde:
Der brave
Architekturstudent Philipp (Peter Thorwarth) hat anfangs bei seinen Kollegen
nichts zu lachen. Der
Milchbubi zeigt einen für die drei Recken vom Bau viel zu üppig bemessenen
Arbeitseifer und macht
sich zu allem Überfluss auch noch an Horsts hübsche Tochter Astrid
(Alexandra Maria Lara) ran.
Regisseur, Autor und Darsteller Peter Thorwarth war 1996 noch Student an der
Münchner
Filmhochschule, als er seinen Kurzfilm "Was nicht passt, wird passend
gemacht" realisierte und mit
der makabren Posse auch gleich für den Studenten-Oscar nominiert wurde.
Jetzt hat er seine
damals 15 Minuten lange Geschichte über die rotzigen Bauarbeiter im Ruhrpott
aufgebläht zu
einem abendfüllenden Spielfilm mit gleichem Titel. Kann das gut gehen? Ja,
aber nur bedingt.
In der ersten Hälfte besticht der flott erzählte Film durch seine genaue,
boshafte und immer
originell karikierte Abbildung des Mikrokosmos Baustelle, angereichert mit
ein paar Schaufeln
kantiger Spießbürgersatire und reichlich Sozialkritik. Doch dann hat
Thorwarth versucht, alles auf
einmal darstellen zu wollen: Zur Arbeiter-Komödie und der Milieustudie aus
dem Ruhrpott kommt
ein bißchen Krimi, Klamauk und ordentlich Love Story. Dabei ging ihm
offensichtlich die Luft aus, und
plötzlich passt nichts mehr, was passend gemacht werden sollte. Man glaubt
es kaum, aber 15
Minuten können manchmal mehr Substanz besitzen als 97 Minuten.
infos über den film im internet: [ wasnichtpasst-derfilm.de ]
kinostart: 07. märz 2002
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Komödie
länge: 101 min
Original: Was nicht paßt, wird passend gemacht
Darsteller:
Willi Thomczyk, Dietmar Bär, Ralf Richter,
Regie:
Peter Thorwarth,
Drehuch:
Mathias Dinter, Martin Ritzenhoff,
Drehjahr: 2002 FSK: 12
Starttermin: [ Offizielle Website ]
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nette story, aber manchmal etwas lahm!
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eine gute komödie, aber keine sensation!
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