Es ist noch gar nicht lange her, da wäre es undenkbar gewesen, dass sich die Frauen in Hollywoodfilmen mit Cellulitis und Krähenfüßen herumplagen. Oder die romantischen Helden ein unübersehbares Bäuchlein vor sich hertragen. Man kann Nancy Meyers, Regisseurin und Autorin von 'mittelalterlichen' Romanzen wie 'Was Frauen wollen' oder 'Was das Herz begehrt' gar nicht genug danken. Für ihre Verdienste, den Semestern jenseits der Dreißig wieder eine Daseinsberechtigung in Liebeskomödien gegeben zu haben. Und zwar als Mittelpunkt der Handlung, nicht nur als böse Stiefmutter.
Doch 'Wenn Liebe so einfach wäre' erscheint über weite Strecken nur als schaler Aufguss des bewährten Prinzips, zugkräftige Stars wie Jack Nicholson, Diane Keaton oder Mel Gibson und Helen Hunt zusammenzuspannen. Die dürfen dann in wohl situiertem Milieu vorführen, wie sich die Schmetterlinge dort anfühlen, wo inzwischen eigentlich nur noch das Sodbrennen zuhause ist.
Diesmal dreht sich das Meyersche Beziehungskarussell um die seit Jahren geschiedene Edel-Bäckerin Jane (Meryl Streep), die mit ihrem Ex-Mann (Alec Baldwin) eine Affäre hat, gleichzeitig aber mit dem bis zur Verklemmtheit schüchternen Architekten Adam (Steve Martin) anbandelt. Die hochglänzend aufbereitete Geschichte plätschert und plappert so dahin, und wären nicht Streep, Baldwin und Martin in diesem luftig-leichten Nichts an Handlung zu sehen, es wäre schier unerträglich. So beobachtet man ein paar Profis bei den Fingerübungen zu und kann dabei einen recht vergnüglich-harmlosen Abend genießen.