Wimbledon
Spiel, Satz und... Liebe
Seit Steffi Graf und André Agassi weiß man, dass auch auf einem kargen Tennisplatz das zarte Pflänzchen der Liebe keimen kann. Zeit wurde es demnach längst, endlich einmal eine Liebesgeschichte im Milieu der Center Courts anzusiedeln. „Wimbledon“ von Richard Loncraine versucht jetzt auf locker-leichte Weise, romantische Gefühle, Erdbeeren mit Sahne und Filzbälle miteinander zu kombinieren. Mit Erfolg. Der ist vor allem dem beschwingten, stets mit einer feinen Prise Ironie versehenen Drehbuch zu verdanken. Der Brite Peter Colt (Paul Bettany), Nr. 119 der Tennisweltrangliste, steht am Ende seiner nie wirklich erfolgreichen Profi-Laufbahn. Durch Zufall ergattert er eine Teilnahmeerlaubnis bei den „All England Lawn Tennis Championships“, dem traditionsreichsten Tennisturnier der Welt. Dort lernt er die Amerikanerin Lizzie Bradbury (Kirsten Dunst) kennen, die als Favoritin des Turniers gilt. Doch die Liebe ist eine Himmelsmacht, und ohnehin kommt immer alles anders, als man denkt.
Loncraine hat sich sichtlich bemüht, auch denjenigen einen unterhaltsamen Spielfilm zu servieren, die nicht dem „weißen Sport“ frönen. Die Regeln des Spiels erschließen sich auch dem Laien rasch, die besonderen Gepflogenheiten in Wimbledon sowie die Spannung bestimmter Matchbälle sind verständlich inszeniert, die Schnitte rasant und die Kameraeinstellungen bestechend. Zwar ist es befremdlich, dass sich zwei zu Favoriten avancierte Teilnehmer einen ganzen Tag absetzen können und stattdessen lieber ans Meer fahren, aber vielleicht sind derlei Einwände kleinlich. „Wimbledon“ will nicht mehr sein als eine kleine, feine und gut gespielte Liebeskomödie. Fast das gesamte Produktionsteam hat bereits bei „Notting Hill“ oder „Bridget Jones“ zusammengearbeitet – und so ist es eigentlich gar kein Wunder, dass auch „Wimbledon“ diese charmante Leichtigkeit seiner Vorbilder erreicht.
infos über den film im internet: [ movies.uip.de ]
kinostart: 24. März 2005
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Komödie
länge: 100 min
Original: Wimbledon
Darsteller:
Kirsten Dunst, Paul Bettany, Sam Neill,
Regie:
Richard Loncraine,
Drehuch:
Adam Brooks, Jennifer Flackett,
Drehjahr: 2004 FSK: oA
Starttermin: [ Offizielle Website ]
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Ein charmantes, leichtes Filmchen, das gute Unterhaltung bietet und gar nicht mahr will!
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Tennis hat mich noch nie interessiert. gut, dass das hier nicht so wichtig ist. Aber der Film ist doch sehr seicht!
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