Schon der Titel ist falsch gewählt. Connor Mead (Matthew McConaughey) ist kein Frauenheld, sondern genau betrachtet nur ein rücksichtsloser Macho, der sich dank seiner geschickt gewählten Profession (Mode-Fotograf) immer erneut seiner Passion hingeben kann. Bis die jeweils erlegten unschuldigen Hühnchen nach ein paar gemeinsamen Nächten flügge werden, den stolzen Hahn als albernen Gockel entlarven und entsetzt das Weite suchen.
Dieser Fleisch gewordene Alptraum jeder ansatzweise emanzipierten Frau ist zur Hochzeit seines jüngeren Bruders aufs elterliche Anwesen geladen. Dort begegnet er vielen Verflossenen, unter anderem seiner ersten Jugendliebe, und man ahnt es bereits bei der ersten Begegnung des blasierten Bubis mit der schlagfertigen Powerfrau Jenny (Jennifer Garner): Diese Frau ist schuld daran, dass aus dem liebenswürdigen Connor ein solches Monster des Geschlechterkampfes wurde.
Regisseur Mark Waters bemüht, um diese Wandlung zu erklären, ein paar nur für Connor sichtbare Geister seiner Vergangenheit. Seit Charles Dickens' 'Weihnachtserzählung' wird diese Idee alle Jahre wieder gerne einmal eingesetzt, um einen Rückblick komödiengerechter aufzubereiten. In vielen Beispielen wie 'Die Geister die ich rief' mit Bill Murray ist das auch sehr witzig. Bei Waters ist es einfach nur blöd. Denn die Inszenierung hastet hektisch über die notwendige Wehmut verpasster Lebenschancen hinweg, die unbedingt hätte anklingen müssen. So verkommt 'Der Womanizer' zu einer oberflächlichen Nummernrevue seichter Gags mit einem schier unerträglich selbstgefälligen Hauptdarsteller, der dringend eine andere Rolle benötigt als zum xten Male den Playboy vom Dienst.
Infos über den Film & Trailer im Internet: [ warnerbros.de ]
Kinostart: 28. Mai 2009
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Ein ziemlicher, belangloser Schmarrn! Nur Michael Douglas ist recht gut!
Wirklich neu ist das alles nicht, aber einigermaßen unterhaltsam!
Der Womanizer: Die Nacht der Ex-Freundinnen - Trailer