Nach drei Minuten ist alles klar. Fans des Horror- und Splatter-Genres werden in diesem Film sehr viel Spaß haben. Freunde des gepflegten Kunstkinos dürften sich ohnehin kaum in eine Produktion mit dem den gesamten Inhalt beschreibenden Titel 'Zombieland' verirren.
In einer grandiosen, schnell montierten, wirklich witzigen Eröffnungssequenz erklärt Weichei Columbus (Jesse Eisenberg), wie es dazu kam, dass ausgerechnet er zu den Auserwählten gehört, die den großen Ansturm der Zombies auf die Vereinigten Staaten bislang überlebt haben. Regiedebütant Ruben Fleischer orientiert sich deutlich an dem brachial-ironischen Humor vergleichbarer Genrezwitter wie 'Shaun of the Dead', '28 Days later' oder 'From Dusk till Dawn'. Aber das ist wirklich nicht das Schlechteste. Gelegentlich zielt Fleischer zwar etwas zu oft mit der Schrotflinte, und auch der ultracoole Woody Harrelson kann nicht alle schwachen Gags retten. Aber so originelle, hinreißend lakonische Szenen wie jene mit Billy Murray als Bill Murray in Bill Murrays Villa entschädigen für jeden überflüssig verspritzten Liter Blut.