Brasserie Tresznjewski
Unaussprechlich gut
wer
den namen zum ersten mal hört, fragt sich schon, welchen teufel den wirt
geritten hat, sein lokal ausgerechnet so zu nennen. man weiß nicht, wie's
geschrieben wird und irgendwie klingt's schon ein bißchen gewollt. trotzdem:
eine brasserie ist kein nobelrestaurant, ganz im gegenteil, sondern in der ursprünglichen
französischen bedeutung einfach ein bierlokal
mit preiswerten speisen. und tresznjewski heißt der wirt auch nicht. nein:
dieser namensteil ist erfunden, auch wenn es einen russischen general gleichen
namens gibt. aber namen sind ja schall und rauch: für uns insider ist es
einfach das "tresch", eine angenehme münchner stammkneipe.
angenehm ist es drinnen schon. das interieur ist angenehm feudal gestaltet:
große spiegel, gußereiserne lampen, erotische gemälde und allerlei
alte schilder und plaketten schaffen eine feine, unaufdringliche atmosphäre.
man fühlt sich wohl im "tresch" und aus diesem grunde ist es fast
immer gut gefüllt. oft findet man dann auch
keinen sitzplatz mehr und muß sich mit einem stehtischen begnügen.
das publikum ist entgegen anderslautender gerüchte auf angenehme weise normal,
auch wenn der eine oder andere schickimicki mal dabei ist. allzuedel sollte es
ja auch nicht sein - wie bereits geschildert, ist das tresch ja eigentlich eine
bierstube.
angenehm
sind die langen öffnungszeiten: hier kann man
auch unter der woche bis 3 uhr nachts sein weißbier trinken, wochenends
sogar bis 4h. oder auch schon täglich ab 8h morgens frühstücken.
und wer öfters so lange bleibt, hat auch die einmalige gelegenheit, ein paar
münchner originale näher kennenzulernen. die drinks werden auf hohem
niveau gemischt, was sich wie alles hier auch ein bißchen in der preisklasse
niederschlägt. aber hier ist eher bier angesagt.
das paßt auch immer zu den innovativen gerichten, die auf
jeweils einer tages-, abend- und mitternachtskarte angeboten werden.
wer spät abends noch hunger hat, kriegt hier immer bis zum
schluß noch eine - wenn auch eher kleine - portion zu essen.
ach ja: wer jung und hübsch ist, kann hier vielleicht einen
job als bedienung ergattern. denn das sind die anforderungen, die
das tresz auf einem schild in der tür an potentielle bewerber
stellt. und trotzdem ist die bedienung meist schnell
und freundlich. ebenso wie der türsteher, der hier für
münchner verhältnisse eine ungewöhnliche rolle einnimmt:
er bleibt angenehm im hintergrund und belästigt die gäste
nicht. daran könnten sich einige lokale ein beispiel nehmen.
das tresznjewski ist - trotz oder wegen seines namens - eine münchner
institution geworden: angenehm "down to earth" und trotzdem
ein bißchen feiner, lange offen und nicht allzu teuer. eine
münchner bierstube auf höherem
niveau eben.
brasserie tresznjewski
089 / 282349 theresienstr.72 80333 münchen - schwabing/maxvorstadt
[ stadtplan ]
[ mvv ]
[ www.tresznjewski.de ]
[ webmaster@tresznjewski.de ]
wt: 8-3h, fr/sa: 8-4h
weißbier: € 2.70 publikum:
23-35 sitzplatzfaktor abends
schlecht singlefaktor mittel
<og>
das tresch füllt eine marktlücke: auch bis spät
angenehm voll, gut eingerichtet und eine alternative, wenn
man sich lieber gemütlich die nacht um die ohren schlägt,
statt in einem club abzuhängen. und die leute sind auch
in ordnung.
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schon ein bißchen feiner als der durchschnitt. aber
auch mit kapuzenpulli fühle ich mich beim frühstücken
oder nachts beim biertrinken wohl. einfach nett, das tresch.
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