Farmer Boys - The world is ours
lang nichts mehr gehört von den farmer boys. über drei
jahre liegt die veröffentlichung des letzten studiooutputs
zurück. und jetzt wollen sie es also wirklich wissen. mit ihren
bisherigen zwei alben konnten sich die jungs einen ordentlichen
ruf in der crossover hardcore - szene erspielen.
auf "the world is ours" versuchen sie sich anno 2000 an einer melodischen
verschmelzung zwischen zeitgemäßen industrial-metal und popmusik
der 80er jahre, die ihnen endgültig die heuhaufen auf dem weg zum
ruhm wegräumen soll. eines gleich vorneweg: der versuch lässt sich
durchaus als gelungen bezeichnen. dabei fällt bei den ersten takten
des starken openers "here comes the pain" zunächst gar kein unterschied
zu den bekannten songs des quintetts auf. das schlagzeug wummert,
die gitarren bratzeln ungestüm daher - erst in der mitte des tracks
schleicht sich auf einmal das ein, was das gesamte album kennzeichnet:
melodie und gefühl. denn da jaulen die gitarren plötzlich ganz leise
und sänger matthias sayer scheint tatsächlich bei pavarotti
gesangsunterricht genommen zu haben. dazu gesellen sich melodische
keyboard- und synthesizerklänge, die aus den noisigen crossover-nummern
der farmer boys tatsächlich halbe popsongs machen. und die klingen
alles andere als schlecht.
gleich
die ersten fünf tracks können auf diese weise überzeugen. die eingängigen
killer-refrains tragen ihren teil zur neuen hörerfreundlichkeit
der farmer boys bei. nach der hälfte der platte geht allerdings
die abwechslung etwas verloren. "while god was sleeping" klingt
noch ziemlich überzeugend, die danach folgenden songs wie "turn
the world to ice" oder "farm two thousand" plätschern dagegen recht
uninspiriert vor sich her. trotzdem
haben die bauernburschen bis dahin schon längst bei mir gewonnen.
tracks wie "the good life" oder "we sow the storm" klingen mehr
als cool und beweisen eindrucksvoll die gelungene weiterentwicklung
der band.
es ist schon erstaunlich, dass sich eine gruppe wie die farmer
boys mit ihrem neuen stil aus dem sumpf der mittelmäßigkeit herausziehen
kann, und dabei nicht auf die nase bzw. in den misthaufen fällt.
die welt gehört den jungs zwar noch nicht, aber zumindest mein ohr.
denn "the world is ours" ist trotz kleiner ausfälle ein überdurchschnittlich
gutes album.
wer die farmer boys live erleben möchte, hat dazu am 17. september
in der [ elserhalle ] die möglichkeit!
mehr unter [ farmerboys.de ]
und [ motor.de ]
<cn>
"new metal" ist halt nichts für mich - erst
recht nicht, wenn er aus dem schwabenländle kommt!.
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durchwegs guter metal-sound! schön, daß eine
deutsche band mal wieder auftaucht, um sich im internationalen
wettbewerb zu messen!
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