Fear Factory
Harter Sound und Spitzenstimmung: Der Auftritt der Maniacs in der Elserhalle.
Lichteffekte, Lärm und mitreissende Leidenschaft
Die Vorband One Minute Silence wärmte die Menge schon mal auf, bei Fear Factory kochten die Gemüter.
Das Wetter hat sich angepasst: kurz vor dem Konzert verschwand die Sonne und ein regnerischer, finsterer Sturm begleitete die Fans auf dem Weg in die Elserhalle. Viel zu früh, noch vor dem offiziellen Beginn um 20 Uhr begann die erste Vorband Earthtone 9 mit schwer definierbarem, tiefem Sound die hungrige Meute auf den Abend einzustimmen. Als dann die ersten Töne von "My God it´s good to see ya..." von der Scheibe Buy now, saved later metallisch anklangen, ging ein Ruck durch die Fans. Erste zaghafte Sprünge und begeistertes Gröhlen auf die Frage "Do you hate Britney Spears?" folgten. Der Durchbruch war geschafft, die wilden Sprünge des Gitarristen, unter anderem ins Publikum animierten zum mitjumpen. Sogar diejenigen, denen One Minute Silence nicht heavy genug ist, liessen sich von dem Gig anheizen.
Nach zwanzig Minuten Soundcheck ging das Licht im Saal erneut aus. Ein robotartiger Keyboarder im Rampenlicht schickte sphärisch, rhythmische Wellen über die Köpfe. Der explosionsartige Einsatz unterstützt von drei Audience-blindern riss die Köpfe hoch. Nach wenigen Minuten hatten sie die Meute in der Hand, provozierendes Gemecker von Gitarrist Dino Cazares über die frühen Einschlafzeiten der Münchner führte zu heftigem Rumgepoge und ekstatischem Headbangen. Bei "Decent" und "Edge Crusher" tobte die Menge, die neuen Songs von der am 23.April erscheinenden "Digimortal" standen dem in nichts nach. Stage Diving, Wasserduschen, Fuckfinger und immer wieder passende Lichteffekte:
Ein voller Erfolg für Fear Factory. <nina bludau>
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