Götz Widmann - Drogen
In Atomic Café präsentierte er seine neue CD
Ein fröhliches und sehr unterschiedliches Publikum drängelte sich in dem sanftem Licht vom Atomic Cafe in München vor der Bühne. Es gab Tisch und Stühle, aber wie immer war auch dieses Live-Konzert mehr als nur zuhören...
Götz Widmann, Ex Joint Venture Liedermacher, hat lange gebraucht, aber jetzt ist er wieder voll da. Auf dem sehr amüsanten Konzert spottete er in neuen und alten Songs über politische Widersprüche, Drogen, Alkohol und Sex. Selten derb, sehr charmant und mit einem dichterischen Feingefühl für die sunny side of live. Und genau diese spielerische Leichtigkeit erfaßte auch die Zuhörer, lauthals wurden Refrains und Strophen mitgejohlt, freudige Pfiffe begrüßten Pro-Haschisch-Sprüche, die zahlreichen Zuhörer gingen immer ansteckend leidenschaftlich mit. Joint Venture -Klassiker wie "Eduard, der Haschischhund" oder "Chronik meines Alkolismuss" wurden jubelnd begrüßt und die alte Power der Bühnenpräsenz von Götz Widmann war wieder mal deutlich spürbar.
Noch immer sehr sanft erzählte er hin und wieder von seinem langjährigen Begleiter und Joint Venture Bruder Kleinti, der im Jahr 2000 an einem Herzinfarkt starb. Doch das Konzert hätte ihm gefallen, gemeinsam gut gelaunt abhängen, die Leute mitziehen in ein Denken und Wahrnehmen ohne Schwere.
Wer die Live-Präsentation verpasst hat, sollte sich also ärgern. Es war ein guter Abend in dem nonchalant passenden Flair vom Atomic Cafe.
Doch allzu lange sollte man sich nicht ärgern, denn es gibt eine fleißige Überraschung von Götz: Drogen.
Die neue CD erinnert lachenden Herzens an Joint Venture- Zeiten und bringt ihn aber auch als Solo-Musiker richtig gut rüber. 75 Minuten lachen, denken, leben, hören und fühlen mit 19 Livesongs wie "Zöllner vom Vollzug abhalten auf der A4" oder "Hank starb an ner Überdosis Hasch".
Also holt sie euch, sonst müsst ihr Euch doch ärgern!
<nina bludau>
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