Ein neu entdecktes Gemälde von Adam Elsheimer. Das Oeuvre Adam Elsheimers (1578-1610) ist ausgesprochen schmal, nur wenig mehr als 30 Werke werden heute als Arbeiten seiner Hand akzeptiert. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Zuschreibung der „Mystischen Vermählung der hl. Katharina“ (wohl um 1598/99) große Bedeutung. Die Alte Pinakothek zeigt dieses Gemälde ab sofort als Leigabe aus Privatbesitz.
Dr. Rüdiger Klessmann, führender Elsheimer-Forscher und bis 1990 Direktor des Herzog Anton Ulrich-Museums in Braunschweig, hat die Zuschreibung vorgenommen und soeben im Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst publiziert.
Der aus Frankfurt stammende und in Rom tätige Adam Elsheimer zählt zu den bedeutendsten Meistern des europäischen Frühbarocks; Peter Paul Rubens und Rembrandt und andere ließen sich durch seine Kunst anregen. In der Alten Pinakothek ist Elsheimer bislang mit zwei Gemälden – sein grandioses Hauptwerk „Flucht nach Ägypten“ sowie „Der Brand von Troja“ vertreten. Bis Ende des Jahres wird das Frühwerk Elsheimers neben den beiden Münchner Gemälden präsentiert und damit Gelegenheit gegeben, die Neuzuschreibung im Kontext zu überprüfen.
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