In Zusammenarbeit mit dem Statens Museum for Kunst in Kopenhagen wurde diese Ausstellung erarbeitet, die den dänischen Künstler Vilhelm Hammershøi (1864–1916) im Kontext europäischer Zeitgenossen zeigt. In den letzten Jahren haben mehrere Retrospektiven in Paris, London, Hamburg, New York und Stockholm verdeutlicht, dass Hammershøi der wichtigste dänische Künstler der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist. In München geben nun rund 50 seiner Arbeiten eine breite Übersicht auf sein Œuvre. Im Dialog mit etwa 35 weiteren Gemälden von Whistler, Carrière, Puvis de Chavannes, Fantin-Latour, Seurat, Khnopff, Vallotton, Pankiewicz, Klimt, Munch, Picasso, Schjerfbeck und Holsøe wird gleichzeitig Hammershøis herausragende Position in der europäischen Malerei bekräftigt.
Mit einer limitierten Farbpalette und relativ trockener Pinselführung arbeitete Hammershøi an wenigen, immer wiederkehrenden Bildthemen. Diese leeren Interieurs, Räume mit isolierten Figuren, verlassenen Stadtlandschaften und ganz unromantisierenden Naturdarstellungen werden durch die Reduktion seiner Mittel atmosphärisch aufgeladen. Ihre Stimmung weist bereits auf Edward Hopper voraus.
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