A.I. - Künstliche Intelligenz
Robokid
Im
21. Jahrhundert ist künstliche Intelligenz Realität geworden.
Da das Kinderkriegen in der Zukunft wegen der Klimakatastophe lizensiert
wurde, entwickelt einer der führenden roboterhersteller ein
"Mecha-Kind", das seine eltern lieben kann. henry, ein
angestellter der firma, wird auserwählt den prototypen zu testen,
da sein eigener sohn martin seit langem im koma liegt, und seine
frau tiefen depressionen verfallen ist. bald wird david, das roboterkind
zum familienmitglied. doch dann erwacht martin und ein konkurennzkampf
zwischen den beiden kindern um die liebe der eltern entsteht. martin
kann david bloßstellen und seine mutter setzt ihn schliesslich
aus. auf liebe programmiert versucht er menschlich zu werden, so
wie pinocchio in collodis kinderbuch, das er einst vorgelesen bekam,
um seine liebe wieder erwidert zu bekommen. es beginnt eine suche
nach der blauen fee, bei der ihn jude law als gigolo-roboter und
ein sprechender und laufender teddy begleiten.
auch
so verkürzt wird klar, dass dies ein stoff ist, der ein grosses
philosophisches potenzial besitzt. so arbeitete bereits stanley
kubrick 15 jahre erfolglos an dem stoff und gab ihn an steven spielberg
weiter. dem ist diese tatsache offensichtlich völlig egal gewesen,
denn er findet nicht ansatzweise die richtige form für den
film. anstatt auf die darstellung der menschlichen komponente wert
zu legen, verrennt er sich immer wieder in bombastisch beeindruckende
CAD-szenerien, die für diesen film mehr als überflüssig
sind. so wirkt auch die steife mecha-mimik, die von haley joel osment
leider nur unterdurchschnittlich gespielt wird, zu keinem zeitpunkt
nur ein bisschen liebenswert. Im gegenteil, die darstellung des
ach so herzigen roboters, wirkt durch verkrampfte klischees über
ideale kinder eher abschreckend. zu gute halten muss man dem film
die ausserordentlich gut gelungenen spezialeffekte, doch leider
sind sie nur unmotiviert eingebaut und meist ohnehin unnötig.
eine szenerie à la gattaca wäre dem stoff sicher mehr
entgegengekommen. so scheint spielberg bei der umsetzung gleich
mehrere grundlegende fehler gemacht zu haben: er hat die tiefe des
stoffes nicht begriffen und zu sehr auf sfx, als auf gutes schauspiel
gesetzt. die logischen brüche im film sind ein weiteres ärgernis,
die nicht einmal regiesseuren der zweiten liga passieren sollten.
nur ein beispiel: warum geht ein roboter kaputt, wenn er sich etwas
spinat in den mund steckt, nicht aber wenn er mit offenem mund am
in einem pool gründelt? doch wirklich unverzeihlich ist, dass
er, obwohl der film nach zwei stunden ein im vergleich zum bisher
gesehenen überraschend gutes ende gefunden hat, noch eine übertrieben
schnulzige, halbstündige schlusssequenz anhängt, die den
besuchern nicht die tränen ins auge treibt, sondern den einzigen
guten ansatz des films mit füssen tritt und blankes entsetzen
über einen solchen fehlgriff übrig lässt. im ganzen
ist der film nichts als ansprechend, aber sinnlos belichtetes zelluloid!
infos über den film im internet: [ a-i-derfilm.de ]
kinostart: 13. september 2001
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Science-Fiction-Film
länge: 145 min
Original: A.I. - Artificial Intelligence
Darsteller:
Haley Joel Osment, Jude Law, Frances O'Connor,
Regie:
Steven Spielberg,
Drehuch:
Ian Watson, Brian Aldiss,
Drehjahr: 2001 FSK: 12
Starttermin: [ Offizielle Website ]
wo läuft der film in münchen? [ A.I. - Künstliche Intelligenz im kinoprogramm ] Bei amazon.de gibt's [ Soundtrack und Buch ] zum Film
Passende Angebote zum Film:
<pg>
so ein schmarrn! ich hab mich nur geärgert!
|
 |
|
ich kann diesen doofen haley joel osment einfach nicht mehr
sehen! grauenhaft!
|
|