Baikonur
Was vom Himmel fällt, darf man behalten
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Es gibt nur wenige Filmemacher wie Veit Helmer. Denn kaum jemand wagt es, sich so konsequent vielen Gepflogenheiten der Branche zu verweigern und ausschließlich die Filme zu drehen, die er allein im Kopf hat. Im Falle Helmers sind das bunte, phantasievolle und bewusst dialogarme Märchen voller schrulliger Charaktere, ausgefallener Drehorte und ungewöhnlicher Kostüme, in denen zwei Außenseiter schließlich ein Paar werden.
Diesem Prinzip, das Helmer seit den Neunzigern eine treue Fangemeinde verschaffte, bleibt der Regisseur auch in 'Baikonur' treu: Kasachischer Hobbyfunker findet in der endlosen Steppe eine notgelandete französische Touristin aus dem All, die ihren Landepunkt, die Weltraumstation Baikonur, verfehlt hat. Die engelsgleiche junge Frau sorgt fortan durch ihre bloße Existenz für gehörige Unruhe in dem kleinen kasachischen Kaff.
Doch Helmer wagt diesmal Neues, kombiniert er doch in seiner wunderschön fotografierten Romanze die erdigen Bilder des Dorflebens mit dem blinkenden High Tech der Raumfahrtstation. Stellt die naturnahen Einheimischen den futuristisch anmutenden Kosmonauten gegenüber. Daraus ergibt sich optisch wie inhaltlich ein reizvoller Kontrast, der den eigentlichen Charme dieser sperrigen Liebesgeschichte ausmacht.
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[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Liebesfilm
länge: 95 min
Original: Baikonur
Darsteller:
Waléra Kanischtscheff, Marie de Villepin, Sitora Farmonova,
Regie:
Veit Helmer,
Drehuch:
Sergej Aschkenasi, Veit Helmer,
Drehjahr: 2011 FSK: oA
Starttermin: 01.09.2011 [ Offizielle Website ]
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