Viele Stunden warten sie am Flughafen. Auf den Bus, der sie zur Einweihung eines arabischen Kulturzentrums bringen soll. Doch der taucht nicht auf. Also begeben sich die auffällig hellblau uniformierten Musiker eines ägyptischen Polizeiorchesters auf eine skurrile Odyssee durch das ihnen fremde Nachbarland. Die Komik verdankt dieser rundherum liebenswerte Spielfilm von Eran Kolirin, der gelegentlich auch ernsthafte Töne anschlägt, dem alt bewährten Komödien-Erfolgsrezept von den Gegensätzen, die sich anziehen.
Kolirin gehört zu einer Gruppe junger israelischer Filmemacher, die im Vergleich zu ihren geistigen Vätern nicht mehr überwiegend politisch agitieren. Sie reflektieren vielmehr die Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die Psyche der Menschen. Ihre Filme bestehen nicht nur aus Schuldzuweisungen, sondern verstehen sich deutlich als Brückenschlag zu den arabischen Nachbarn. Kolirin versteckt seine differenzierte Kritik an den politischen Verhältnissen seines Landes geschickt in seinen lakonischen Dialogen. Sie erinnern in den besten Szenen an Aki Kaurismäki - die langen, statischen Kameraeinstellungen ohnehin. So nah wie bei Kolirin kamen sich die Israelis und Araber lange nicht mehr.