Die verlorene Zeit
schmales Budget, aber Großes Kino!
>> Trailer
>> Bilder
>> Filminfos
>> Spielplan
Im Jahr 1944 lernen sie sich kennen. Ausgerechnet in einem Konzentrationslager verlieben sich der polnische Häftling Tomasz (Mateusz Damiecki) und die Jüdin Hannah (Alice Dwyer) aus Berlin ineinander. Dank der Hilfe kommunistischer Freunde von Tomasz gelingt ihnen auf aberwitzige Weise die Flucht, doch die anschließenden Kriegswirren trennen das Paar. Jeder hält den anderen für tot und bemüht sich in der Nachkriegszeit, ein neues Leben aufzubauen. Erst 32 Jahre später, Hannah (nun gespielt von Dagmar Manzel) lebt mit ihrer Familie in New York, glaubt sie Tomasz in einer Fernsehsendung wieder zu erkennen.
Die in Münster geborene Regisseurin Anna Justice erzählt ihre zu Herzen gehende, auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte ganz zart und gleichzeitig schnörkellos. Das eigentliche Drama bildet in 'Die verlorene Zeit' einmal nicht die Shoah allein, sondern das im Titel erwähnte halbe Leben, das den beiden miteinander verwehrt wurde. Auf den genreüblichen massiven Einsatz eines Streichorchester (Musik: Christoph Kaiser und Julian Maas) verzichtet Justice ebenso wie auf die in unzähligen Filmen über den Holocaust hinlänglich abgearbeiteten Bilder. Trotz des schmalen Budgets findet sie ungewöhnliche, neue Kameraeinstellungen und überraschende Auflösungen für viele Szenen. Alice Dwyer, Dagmar Manzel und Mateusz Damiecki gelingt es vorzüglich, die tiefe Zuneigung inmitten des Lagerterrors und das spätere emotionale Erkalten ihres gesamten Daseins darzustellen.
<uf>
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Drama, Kriegsfilm
länge: 111 min
Original: Die verlorene Zeit
Darsteller:
Alice Dwyer, Dagmar Manzel, Mateusz Damiecki,
Regie:
Anna Justice,
Drehuch:
Pam Katz,
Drehjahr: 2011 FSK: 12
Starttermin: 24.11.2011 [ Offizielle Website ]
wo läuft der film in münchen? [ Die verlorene Zeit (2011) im kinoprogramm ] Bei amazon.de gibt's [ Soundtrack und Buch ] zum Film
|