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Almost Famous

Gute alte Zeit

almost famousJaja, die Siebziger Jahre: Ohne Reue konsumierte Drogen, erdiger Rock´n´Roll ohne den miefigen Geruch der Verwesung und freie Liebe fern von jedem Gedanken an Aids – Regisseur Cameron Crowe erinnert in seinem rundum gelungenen Spielfilm "Almost famous" an die letzten unschuldigen Tage des Musikbusiness, die gleichzeitig auch die Tage seiner eigenen Jugend waren. Damals verfasste nämlich ein 16jähriger kalifornischer Teenager seiner ersten Artikel als freier Mitarbeiter des renommierten "Rolling Stone" und schrieb über junge Bands wie Led Zeppelin, file:///html/munichx.de/test1/sehen/famous.php David Bowie oder Eric Clapton. Erst in den Achtziger Jahren wechselte Cameron Crowe zum Kino, und 1996 gelang ihm mit "Jerry Maguire – Spiel des Lebens" sein bislang größter Erfolg. "Almost famous" ist also nicht nur ein Film über Leben, Liebe und vor allem Musik in den Siebzigern, sondern auch ein sehr stark autobiografisch gefärbtes, anrührendes Drama über die Jahre des Erwachsenwerdens. Wie Crowe ist auch sein filmisches Alter Ego William (Patrick Fugit) ein frühreifer Rockschreiber, dessen größter Traum sich erfüllt, als er für den "Rolling Stone" über die aufstrebende Band Stillwater berichten darf.

almost famous Als eine Art Maskottchen reist er im Tourbus mit der Truppe quer durch die Lande und verliebt sich in das ebenfalls stets anwesende Groupie Penny Lane (Kate Hudson). William wirkt zwischen den langhaarigen Fusselbärten wie ein Konfirmand, ist den Jungs aber letztlich weit voraus. Die vertreiben sich die Zeit zwischen ihren Auftritten bevorzugt mit kindischem Machogebahren und Endlospartys und erkennen nicht, dass ihr Idealismus aus der Hippiezeit bereits überholt ist und sie neue Entwicklungen im Rockgeschäft schon längst nicht mehr wahrnehmen. Crowes Blick auf Stillwater zeigt, wie naiv es früher in der Branche zuging, wie ambitioniert, begeistert, aber auch erschütternd naiv die Musiker ihr Leben, ihre Karriere und den Rock´n´Roll damals gesehen haben. Trotz dieser Beschwörung der Siebziger Jahre mit allen dazugehörigen Accessoires wie verfilzten Flokatiteppichen und minutenlangen Gitarrensoli gleitet "Almost famous" nie in nostalgisch verbrämten Kitsch ab: Crowes sehr persönlicher, dennoch nie verklärter Blick auf die glorreichen Zeiten der Rockmusik ist präzise und nahezu unbestechlich, und wegen dieser Mischung aus privater Begeisterung und Distanz ist sein mitreißender Spielfilm auch so besonders gut.

kinostart: 3. mai 2001

almost famous besetzung: Billy Crudup, Frances McDormand, Kate Hudson, Jason Lee... regie: Cameron Crowe drehbuch: Cameron Crowe produzent: Cameron Crowe, Ian Bryce schnitt: Joe Hutshing, Saar Klein kamera: John Toll usa 2001 genre: komödie verleih: columbia tristar orginaltitel: almost famous länge: 122min. mehr bei imdb ] <pg>

ach, wie ehrlich damals alles noch war, im vergleich zu heute! ein toller film!!

sys-co
e-bert

eine grossartige studie über das musikbusiness der frühen siebziger!




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name:vanessa
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datum:06.03.2005 18:54


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