Ich, du und andere
Zu Gast bei Freunden
Der andere, der im deutschen Titel dieser Komödie angesprochen wird, ist nicht irgendjemand. Der andere ist die Fleisch gewordene Nemesis des frisch vermählten Pärchens Molly (Kate Hudson) und Carl (Matt Dillon). Der andere heißt Randolph Dupree (Owen Wilson) und ist Carls bester Freund. In dieser Funktion nistet er sich, von der Freundin aus der gemeinsamen Wohnung geworfen und zudem fristlos entlassen, häuslich bei dem Jungehepaar auf der Wohnzimmercouch ein. 'Ist ja nur für ein paar Tage', sagt Dupree zu Carl. 'Ist ja nur für ein paar Tage', sagt auch Carl zu Molly. Aus den Tagen werden erwartungsgemäß lange Wochen. Die schicke Einrichtung des schmucken Häuschens leidet erheblich unter Duprees Herrenabenden, der Flurteppich fängt Feuer, die Wasserspülung des Klosetts ist nicht mehr zu stoppen und irgendwann Molly läuft Amok.
Klingt nach viel Klamauk und Schenkelklopfer-Sprüchen, und über weite Strecken hinweg bietet Anthony und Joe Russos turbulenter Spielfilm genau das. Da wird gefurzt und gekreischt und Owen Wilson darf öfter mal unbekleidet durch die Szenerie laufen. Das ermüdet jedoch auf Dauer, daran ändern auch Wilsons unaufhörliche Lautstärke, Hudsons schmallippiges Lächeln und Dillons stete Zurückhaltung nichts mehr. Die einzigen Momente, in denen der Zuschauer eine leise Ahnung davon erhascht, was aus 'Ich, du und der andere' hätte werden können wenn irgendwer dem Drehbuch mehr Bedeutung beigemessen hätte, sind Michael Douglas zu verdanken. Der zieht als biestiger Schwiegervater im Wortgefecht mit Matt Dillon sämtliche Register des echten Fieslings. Da stimmt dann auch endlich in diesem lieblos arrangierten und selten komischen Lustspiel das Timing. Douglas' Figur erinnert zwar allzu deutlich an Robert DeNiro in 'Meine Braut, ihr Schwiegervater und ich' als dass man hier noch von einem Zufall sprechen dürfte. Aber gut abgekupfert ist immer noch besser als schlecht erfunden.
infos über den film & trailer im internet: [ ich-du-und-der-andere.de ]
kinostart: 21. September 2006
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Historischer Film, Literaturverfilmung, Thriller
länge: 147 min
Original: Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders
Darsteller:
Corinna Harfouch, Dustin Hoffman, Alan Rickman, Ben Whishaw,
Regie:
Tom Tykwer,
Drehuch:
Andrew Birkin,
Drehjahr: 2006 FSK: 12
Starttermin: [ Offizielle Website ]
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Leider ist der Film der totale Klamauk über den ich nur wenig lachen konnte! Einziger Lichtblick ist Michael Douglas!
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Einige Gags sind ganz lustig, aber das meiste ist doch sehr flach. Mich wundert, was Michael Douglas in so einem Film verloren hat!
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