Die Kinder von Paris
Ein dunkeles Kapitel
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Mitte Juli 1942 verhaftete die Pariser Polizei nach einer groß angelegten Razzia über 13 000 Juden, darunter mehr als 4000 Kinder, und pferchte sie in der Radsporthalle Vélodrome d'Hiver zusammen. Ohne Essen, ohne Wasser, ohne ausreichende sanitäre Anlagen. Die deutschen Besatzer wollten die Menschen rasch ins KZ transportieren. Doch das Vorhaben verzögert.
Aus der Sicht des elfjährigen Jakob Weismann (Hugo Leverdez) erzählt der anrührende Spielfilm von diesem dunklen Kapitel der französischen Geschichte. Regisseurin Rose Bosch bemüht sich um eine unkitschige Darstellung der Ereignisse, um sich von der üblichen Ästhetik des Holocaust-Films abzusetzen. Dies gelingt dank des kluge Akzente setzenden Skripts über weite Strecken sehr gut.
Doch auch Bosch ist gegen die etablierten visuellen Konventionen leider nicht immun. Es ist schrecklich, die aus dem Kino vertrauten Bilder der Shoah zu sehen und sie als abgedroschen zu empfinden. Gerade weil es wirklich so wahr, weil die Züge, die Baracken, die gesenkten Köpfe und das Bellen der Hunde tatsächlich existierten. Filme wie Radu Mihaileanus 'Zug des Lebens' oder Louis Malles' 'Auf Wiedersehen, Kinder' beweisen, dass das Nicht-Zeigen oft einen stärkeren Eindruck hinterlassen kann als der ostentative Hinweis auf das Grauen.
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Ein sehr bewegender und großrtig gemachzer Film!
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Absolut sehenswert, aber nichts für einen unterhaltsamen Abend!
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[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Drama, Kriegsfilm
länge: 120 min
Original: La rafle
Darsteller:
Jean Reno, Mélanie Laurent, Gad Elmaleh,
Regie:
Roselyne Bosch,
Drehuch:
Roselyne Bosch,
Drehjahr: 2010 FSK: 12
Starttermin: 10.02.2011 [ Offizielle Website ]
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