Kleinruppin Forever
Rollentausch
Filme über die deutsch-deutsche Teilung ließen sich, von „Sonnenallee“ bis „Goodbye Lenin!“, meist unter dem harmlosen Begriff „Ostalgie“ subsumieren. Dass es in Dresden, Jena oder Greifswald weitaus gravierende Probleme gab als die Tatsache, keine Bananen kaufen zu können oder nicht die neuesten Platten der Rolling Stones hören zu dürfen, derlei Schwerverdauliches blendeten alle ansonsten so überaus ambitionierten und mit viel ostzonalem Dekor ausgestatteten Komödien sorgsam aus.
„Kleinruppin Forever“ ist sozusagen die weich gespülte Variante dieser bisherigen DDR-Revival-Filmchen. Kritik, ernsthafte Bestandsaufnahme oder Analyse hat hier natürlich überhaupt keinen Platz.
Stattdessen serviert Regisseur Carsten Fiebeler eine trübe Brühe voller gut gemeinter, aber doch meist nur lauwarmer Gags: Die Zwillinge Tim und Ronnie (beide gespielt von Tobias Schenke) werden nach der Geburt getrennt. Tim wächst im Westen zu einem Nachwuchs-Tennisstar heran, Ronnie bleibt im Osten bei seinem melancholischen Ersatz-Vater und Systemverweigerer Erwin (Michael Gwisdek), lässt sich die Haare wachsen und gründet eine alternativ angehauchte Rockband. Bei einer Klassenfahrt Tims in die DDR begegnen sich die Brüder, die Rollen werden getauscht, und obwohl Tim statt Cherry Coke nur noch Club-Cola trinken kann, lernt er in Kleinruppin doch seine Traumfrau, die bezaubernde Jana (Anna Brüggemann) kennen und lieben. Die Schauspieler geben sich redlich Mühe, gegen die gehäuften Klischees anzuspielen. Tatsächlich gelingt dies allerdings nur Uwe Kokisch als schnöseligem Wessi-Adoptivvater.
infos über den film im internet: [ kleinruppinforever.de ]
kinostart: 09. september 2004
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Komödie
länge: 103 min
Original: Kleinruppin Forever
Darsteller:
Anna Brüggemann, Michael Gwisdek, Uwe Kockisch,
Regie:
Carsten Fiebeler,
Drehuch:
Peer Klehmet, Sebastian Wehlings,
Drehjahr: 2004 FSK: 6
Starttermin: [ Offizielle Website ]
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Mal wieder eine netter, aber auch belangloser Streifen mit viel "Ostalgie"!
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Neue Aspekte bietet der 27. DDR-Film eigentliche keine, aber er ist dennoch recht gefällig.
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