Es ist die Rückkehr der Jedi-Ritter. Allerdings sehen die Kerle, die sich in Grant Heslovs Militärsatire als solche bezeichnen, arg anders aus als 'Star-Wars'-Erfinder George Lucas sich das so gedachthat. Auf der Suche nach einer neuen Story stößt der britische Provinz-Journalist Bob Wilton (Ewan McGregor) auf eine völlig irrwitzige Sondereinheit der US Army. Er heftet sich an die Fersen von 'Jedi' Lyn Cassady (George Clooney), einem Mitglied dieser so genannten 'New Earth Army', einer Spezialtruppe parapsychologisch Begabter, die beispielsweise eine Ziege alleindurch ihren Blick töten können.
Zusammen versuchen die Männer, Bill Django (Jeff Bridges) aufzuspüren, den Oberguru und Begründer der 1980 gegründeten, supergeheimen Spezialeinheit. Denn ein paar esoterische Kampftechniken könnten auch dem Irakkrieg, der von umtriebigen Kriegsgewinnlernund rivalisierenden Sicherheitsdiensten bestimmt wird, zu neuen Ergebnissen verhelfen...
Für welche Einsätze die wackeren Krieger dieser paranormalen Psychokämpfertruppe im Irak je geeignet wären, bleibt vollkommen unklar. Der Krieg mit seiner gigantischen Profit-Maschinerie führt sich selbst ad absurdum. Heslovs Karikatur der amerikanischen Armee ist böse, treffend und voller schwarzem Humor. Die größte Komik bezieht 'Männer dieauf Ziegen starren' natürlich aus dem Aufeinanderprallen von kaltschnäuzigem Militärjargon und der esoterisch-irrationalen New Age-Philosophie. Dass diese krause Geschichte aber auch noch wahr sein könnte, verleiht 'Männer die aufZiegen starren' erst die für jede gute Satire dringend nötige Bitterkeit. Heslovs mitunter etwas Rückblenden-lastiger Antikriegsfilm beruht nämlich auf Tatsachen: 2005 erschien Jon Ronsons Sachbuch gleichen Titels, in dem der Autor die dubiosen Versuche beleuchtete, mit denen die US Army in den Achtzigern einen spirituellen Kampftrupp erschaffen wollte.