Der Mann der über Autos sprang
Therapie und Buße
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Hape Kerkeling ist schuld. Seitdem der Showmaster in der Sinnkrise den Jakobsweg absolvierte, marschieren immer mehr Menschen auf der Suche nach sich selbst stramm dem Horizont entgegen. Auch in 'Der Mann, der über Autos sprang' geht es munter über Stock und Stein, von Berlin bis Tuttlingen. Anfangs läuft Julian (Robert Stadlober) alleine, aber im Verlauf dieses eigenwilligen Road Movies von Nick Baker-Monteys, schließen sich dem charismatisch-geheimnisvollen Wandersmann einige Leute an.
Julians Wanderung durch Deutschland ist Therapie und Buße zugleich: Vor Jahren kam sein bester Freund bei einem Unfall ums Leben, den Julian zu verantworten hatte. Nun läuft Julian in der Hoffnung, mit der dadurch freigesetzten Energie den Vater eben jenes Freundes von einer schweren Krankheit heilen zu können.
Hört sich arg esoterisch an, und anfangs mutet Stadlobers Julian auch noch an wie ein versponnener Wanderprediger. Lässt man sich jedoch auf die märchenhafte Geschichte ein, entfaltet sie einen übersinnlichen Charme und eine spezielle Dynamik. Geschickt hat Baker-Monteys Julians Schicksal verschränkt mit den Lebenspfaden derer, die ihn im Laufe seiner Reise begleiten. Alle sind auf der Flucht vor ihrem Alltagsunglück. Es ist Baker-Monteys' feinfühliger Regie zu verdanken, dass so viel Leid nicht depressiv stimmt, sondern einen erfrischend lebensbejahenden Film ergibt.
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[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Roadmovie, Tragikomödie
länge: 112 min
Original: Der Mann der über Autos sprang
Darsteller:
Robert Stadlober, Jessica Schwarz, Peter Becker,
Regie:
Nick Baker-Monteys,
Drehuch:
Nick Baker-Monteys,
Drehjahr: 2010 FSK: 6
Starttermin: 09.06.2011 [ Offizielle Website ]
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