Mr. & Mrs. Smith
Profikillerpärchen
Auf die Frage des Paartherapeuten, wie es mit ihrem Sexualleben aussieht, schauen sie sich nur noch enttäuscht an. Die Luft ist raus beim Ehepaar Smith. Das brave Vorstadtleben im schicken Designerhaus, mit Designerküche, Designerklamotten und Designer-Inneneinrichtung ödet die beiden an – nur zugeben mag es niemand. Dass die Schauspieler Angelina Jolie und Brad Pitt dieses Pärchen spielen, das ans Ende jeglicher Leidenschaft geraten zu sein scheint, ist schon in den ersten Minuten der besondere Clou dieses Films. Ausgerechnet die beiden Hollywoodstars, die seit Jahren die größte Projektionsfläche populärer erotischer Fantasien darstellen, hier einmal als Jedermann und –frau – das war eine wirklich originelle Idee von Regisseur Doug Liman.
Ganz so innovativ bleibt sein „Mr. & Mrs. Smith“ allerdings nicht durchgehend. Aber womöglich ist das zuviel verlangt von einem routiniert gearbeiteten Actionfilm, der schließlich bestimmte, Genre-bedingte Anforderungen zu erfüllen hat. Das erste filmische Zusammentreffen von Jolie und Pitt ist nämlich kein Liebesfilm mit Streichorchester im Hintergrund geworden. Stattdessen ein gut gemachter Popcorn-Streifen mit jeder Menge überraschender Wendungen und ordentlich Knallerei. Sieht man sich die Filmographien der beiden Stars genauer an, war etwas Romantisches auch nicht zu erwarten.
Clever greift Liman die Heldenbilder Pitts aus „Troja“, „Sieben“ oder „Fight Club“ auf, um sie mit Jolies Image als „Lara Croft“-Amazone zusammenzusetzen – und dann alles wieder geschickt ironisch zu brechen. Denn „Mr. & Mrs. Smith“ langweilen sich zwar in ihrem zum dekorativen Ritual erstarrten Privatleben. Im Job geht’s bei jedem aber recht dramatisch zu. Denn beide arbeiten als Profikiller für konkurrierende Syndikate. Die Charade geht gut, und jeder glaubt vom Angetrauten, er sei tagsüber in einem Job als Buchhalter beziehungsweise Computerspezialist untergebracht - bis sie den Auftrag erhalten, den jeweils anderen umzulegen.
Von nun an werden die Eheprobleme im Hause Smith mit freundlicher Unterstützung der Firmen Walther und Browning geklärt. Das bietet Liman, der sich mit Krachern wie „The Bourne Identity“ bereits als Actionexperte erwiesen hat, die Möglichkeit zu einer unerwarteten Offensive des schwarzen Humors. Denn erst jetzt, während die zwei ihr schmuckes Eigenheim zerlegen und nur gelegentlich beim Nachladen der Raketenwerfer zum Luftholen kommen, scheinen sich die Smiths wieder etwas zu sagen zu haben.
Die Actionsequenzen inszeniert Liman mit gewohnter Souveränität und mit deutlichen Reminiszenzen an die ballett-ähnlich choreographierten Ballerszenen eines John Woo. Es wird geschossen, gekämpft und mit Autos gerast wie es sich gehört im klassischen Actionkino. Mit dem feinen Unterschied, dass diesmal die Killer nicht wortkarg ihre Waffen zücken, sondern sich in den Schießpausen munter durch ihre Beziehungskrise zanken.
kinostart: 21. Juli 2005
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Action, Liebesgeschichte
länge: 120 min
Original: Mr. and Mrs. Smith
Darsteller:
Brad Pitt, Angelina Jolie, Elijah Alexander,
Regie:
Doug Liman,
Drehuch:
Simon Kinberg,
Drehjahr: 2005 FSK: 12
Starttermin: [ Offizielle Website ]
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Ein gelungener Actionstreifen mit viel Witz und zwei durchaus ansehnlichen Hauptdarstellern!
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Super! Die Kombination mit Angelina Jolie und Brad Pitt ist einfach genial und macht den Film zum echten Knaller!
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