Popstar auf Umwegen
The Lizzie McGuire Movie
Es gab einmal Zeiten, in denen Popstars entdeckt wurden. Auf der Straße, im Café oder in der Disco, womöglich beim Zehennägelschneiden im Freibad. Entscheiden ist nur: Sie wurden entdeckt, und prostituierten sich nicht mit unzähligen Konkurrenten in privaten Fernsehsendern, um endlich bemerkt zu werden. Demnach mutet „Popstar auf Umwegen“ von Jim Fall einigermaßen anachronistisch an - behauptet der Spielfilm doch, dass der Zufall alle Geschicke lenkt und aus amerikanischen Teenies mal eben erfolgreiche Schlagersängerinnen zaubert.
Die 15jährige amerikanische Göre Lizzy (Hillary Duff) fliegt mit ihrer Klasse auf Studienreise nach Rom. Auch ihr bester Freund Gordo (Alan Lamberg), der für sie mehr als nur freundschaftliche Gefühle hegt, ist mit dabei. Doch Gordo erhält von Lizzy allenfalls ein strahlendes Lächeln, wenn er ihre Koffer ins Hotelzimmer wuchtet. Statt den so nahe liegenden wahrhaft Liebenden zu erkennen, leistet sich Lizzy bis zum erwartbaren Happy End einen romantischen Umweg über den glutäugigen italienischen Schlagerheini Paolo (Yani Gellman). Der irrt ausgerechnet auf der Suche nach einer Sangespartnerin durch die Straßen Roms, als Lizzy am Hotelfenster vor sich hinträllert...
Auf den ersten Blick erscheint „Popstar auf Umwegen“, die Spielfilm-Variante der „Lizzy McGuire Show“ des Disney-Kinderkanals als harmloses, rosarotes und zuckerwattesüßes Produkt für alle Mädchen von sechs bis neunzehn. Bei genauerer Betrachtung ist „Popstar auf Umwegen“ allerdings nicht nur eine recht amüsante, schwungvoll erzählte und perfekt kalkulierte Teenie-Bespaßung. Denn „Popstar auf Umwegen“ meint seine an Andy Warhols Credo angelehnte Botschaft, jeder kann berühmt werden, nicht ganz ernst. Fall persifliert seinen Film, er versieht gerade die schmalzigsten Szenen immer wieder mir einer ironischen Brechung, die einen den geballten Kleinmädchenkitsch ertragen lässt. Und der Vollständigkeit halber sollte noch erwähnt werden: Im Vergleich zu den darstellerischen Künsten von Britney Spears in ihrem ersten Filmchen „Crossroads“ ist Hillary Duffs Verkörperung der Lizzy geradezu oscarverdächtig.
infos über den film im internet: [ movie.de ]
kinostart: 06. November 2003
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Komödie, Liebesfilm
länge: 93 min
Original: The Lizzie McGuire Movie
Darsteller:
Hilary Duff, Claude Knowlton, Adam Lamberg,
Regie:
Jim Fall,
Drehuch:
Susan Estelle Jansen, Ed Decter,
Drehjahr: 2003 FSK: oA
Starttermin: [ Offizielle Website ]
wo läuft der film in münchen? [ Popstar auf Umwegen im kinoprogramm ] Bei amazon.de gibt's [ Soundtrack und Buch ] zum Film
<uf>
Eine nette Teenie-Komödie, mehr aber auch nicht!
|  |
 |
So kann man also auch Popstar werden! Recht unterhaltsam!
|
|