Mit dem Schmachtfetzen 'P.S. Ich liebe dich' gelang Cecelia Ahern, der Tochter des irischen Ministerpräsidenten Bertie Ahern, 2003 ein Überraschungscoup. Über 1,5 Millionen Mal verkaufte sich das Buch allein in Deutschland. Natürlich wurde man in Hollywood auf den weltweiten Bestseller aufmerksam. Zur Strafe gibt es jetzt diesen Film. Richard LaGravenese ('Die Brücken am Fluss', 'Der Pferdeflüsterer'), seit jeher Spezialist fürs seichte Rührstück, formte den an sich schon scharf an der Kitsch-Erträglichkeitsgrenze schrammenden Roman zu einem rosaroten Kino-Soufflé der zuckerwattigsten Art um.
In zwölf Briefen, hübsch ordentlich jeden Monat einen, wendet sich der jung am Gehirntumor dahingeschiedene Gerry (Gerard Butler) an seine ihn nach wie vor inniglich liebende Witwe Holly (Hilary Swank). Pro Brief hat Holly eine Aufgabe zu lösen, mit der die Trauernde allmählich wieder unter die Lebensfrohen befördert werden soll. Das ist seicht wie ein Kneippbecken, funktioniert im Film dank LaGravaneses passgenauer, jeden tränsendrüsigen Moment auskostender Regie aber überraschend gut. Erträglich wird 'P.S. ich liebe dich' dank der unzerstörbar guten Hilary Swank, dem hinreißend vitalen Gerard Butler - und viel Schwarzbrot und Schnaps nach dem Happy End.