Die Finanzkrise ist schuld. Schuld daran, dass Guy Ritchies neuer Film 'Rock'n'Rolla' nicht richtig funktioniert. Denn in Ritchies Londoner Unterwelt ist von guten oder schlechten Banken noch keine Rede, da geht es nur ums schnelle Geld, das sich nicht mehr mit Drogengeschäften, sondern in der Immobilienbranche verdienen lässt. Davon hat auch One Two (Gerard Butler), ein Kleinkrimineller mit großen Ambitionen, gehört und will mitmischen.
Guy Ritchie hat sich nach seinem privaten und beruflichen Desaster mit Madonna ('Swept Away') auf seine früheren Stärken besonnen und eine pfiffige, muntere und ziemlich coole Actionkomödie im Gangstermilieu gedreht. Das ist zwar unübersichtlich und kraus, aber insgesamt recht amüsant anzusehen. Verursacht allerdings auch so manches Déja Vu. Genau genommen Ritchie ist nämlich seit seinen Erfolgen 'Bube, Dame, König, GrAs' und 'Snatch' nichts Neues mehr eingefallen.