Rollerball
Roll off
Schneller, bunter, langweiliger. Das Remake der gleichnamigen Produktion von
Norman Jewison aus
dem Jahre 1975 läßt sich kurz und knapp auf diesen Nenner bringen. Schon das
Original hatte nicht
das Zeug zum Kultfilm, und die Wogen der Begeisterung bei einigen
Effektspezialisten und
Actionfreunden der Siebziger sind längst verebbt. Doch im Vergleich mit dem
lächerlichen Aufguß
erscheint die erste Fassung ohne Übertreibung oscarwürdig.
Regisseur John McTiernan hat früher mal ansehnliche Actionfilme wie "Stirb
langsam" gedreht.
Seinen guten Ruf hat er mit diesem primitiven Spektakel nun leider
verspielt.
Das liegt an der
gesamten, oberflächlichen Inszenierung, besonders aber an der rudimentär
vorhandenen
Handlung von 1975, die sich beim besten Willen nicht mehr auf heutige
Verhältnisse übertragen
ließ: Der Beinahe-Eishockey-Profi Jonathan (Chris Klein) gerät in die Show
"Rollerball", in der
motorisierte TV-Gladiatoren bis zum tödlichen Finale gegeneinander antreten.
Das hatte in den
Siebzigern als düstere Zukunftsvision noch sozialkritisches Potential.
Tiernan hat diese Ebene des
Originals nicht verstanden oder nicht sehen wollen, und formte daraus eine
klischeeüberladene,
aus wilden Schwenks zusammengestoppelte Hatz einiger Motorrad- und
Rollschuh-Fahrer. Das
Presseheft preist die "lebensgefährlichen Stunts", die "jedem den Atem
rauben". Wie recht die
Produktionsfirma damit hat. Selten war so ein geistloser Käse auf der
Leinwand zu sehen, und
denkt man an die Kosten des Klamauks, setzt die Atmung tatsächlich fast aus.
infos über den film im internet: [ rollerball-derfilm.de ]
kinostart: 28. märz 2002
[ Diese Filmkritik weiterempfehlen ]genre: Actionfilm, Thriller
länge: 98 min
Original: Rollerball
Darsteller:
Chris Klein, Jean Reno, LL Cool J,
Regie:
John McTiernam,
Drehuch:
Larry Ferguson, John Pogue,
Drehjahr: 2001 FSK: 18
Starttermin: [ Offizielle Website ]
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<ug>
eher ein griff ins klo!
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die siebziger sind einfach lange vorbei!
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