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Sylvia

Die leider der jungen Sylvia Plath

Sylvia, Kino, Kinoprorgamm, München In den USA ist sie eine Ikone der Frauenliteratur, ihr Gedichtband „Ariel“ Schullektüre. Hierzulande ist ihr Werk weniger bekannt. Das dürfte sich nach der Verfilmung ihres Lebens ändern. Zwar setzt Christine Jeffs’ „Sylvia“ keinen neuen Meilenstein der Filmgeschichte. Mit der Besetzung von Hollywoods Prinzessin Gwyneth Paltrow als amerikanischer Poetin Sylvia Plath ist der Regisseurin allerdings ein überzeugender Coup geglückt. Selten war Gwyneth Paltrow überzeugender und intensiver in ihrem Spiel, auch wenn sie in manchen Szenen einfach zu gut aussieht für eine an den Rand des Wahnsinns Getriebene. Aber Schwamm drüber, wenigstens klebte die Maskenbildnerin ihr keine falsche Nase an wie weiland Nicole Kidman als Virginia Woolf in „The Hours“.

Sylvia, Kino, Kinoprorgamm, München Der Akzent, den Jeffs in ihrer Variante von Sylvia Plaths Leben setzt, ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Denn laut Jeffs Interpretation wurde die junge Frau depressiv, weil sie sich mit dem erfolgreicheren Dichterkollegen und Ehemann Ted Hughes (Daniel Craig) nicht messen konnte, weil sie krankhaft eifersüchtig war und mit den zwei kleinen Kindern, dem Haushalt und den eigenen, stets wiederkehrenden Schreibblockaden überfordert war. Eine recht vereinfachende Sicht, die dem Werk der Dichterin, ihrer Schwermut und hermetisch in sich geschlossenen Kunstwelt nicht gerecht wird. Zugute halten muss man Jeffs jedoch, dass sie einfach die gängigen feministischen Erklärungen von Plaths Selbstmord referiert, die stets den untreuen Ehemann zum Schuldigen stilisieren. Jeffs bemüht sich in ihrem großartig ausgestatteten, sehr stimmungsvoll im Stile alter Technicolor-Bilder aufgenommenen Spielfilm bewusst um Neutralität. So zeigt sie beispielsweise, um die irrationalen Handlungen ihrer Heldin heute begreiflich zu machen, auch ausführlich die restriktiven Rollennormen zu Plaths Lebenszeit in den Vierziger und Fünfziger Jahren. Und auf einmal wird, was als ambitioniertes, aber mitunter etwas unentschlossen trudelndes Biopic begann, zur tiefenscharfen, äußerst kritischen Gesellschaftsstudie.

kinostart: 06. januar 2005

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genre: Drama länge: 110 min Original: Sylvia Darsteller: Gwyneth Paltrow, Daniel Craig, Jared Harris, Sylvia Regie: Christine Jeffs, Sylvia Drehuch: Kevin Brownlow, John Brownlow, Drehjahr: 2004 FSK: 12 Starttermin: Offizielle Website ]

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Die Geschichte der Sylvia Plath ist sicher eine der spannendsten in der Amerikanischen Literaturgeschichte! Der Film wird dem Anspruch recht gut gerecht!

sys-co sagt: e-bert sagt:

Ich habe von Sylvia Plath nie etwas gelesen und auch nach dem Film wurde mein Interesse für die Dichterin kaum geweckt!




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