Ein kleiner Dinosaurier wird zum Kinostar: Das grüne Fabelwesen Urmel aus der 'Augsburger Puppenkiste' war seit seinen ersten umjubelten Auftritten als Marionette vor vielen Jahrzehnten schon Zeichentrick-Männchen und Musical-Figur. Jetzt gibt es Urmel bereits zum zweiten Mal als computeranimierten Leinwandhelden.
Nach dem ersten CGI-Animationsfilm 'Urmel aus dem Eis' von 2006 folgt nun ein weiteres Abenteuer des dank der modernen Technik enorm niedlichen Urmel und seiner Freunde, der Schweinemutti Wutz, dem Pinguin Ping und der kleinen Pandabär-Schwester Babu. Während sich die vor zwei Jahren sehr erfolgreiche 'Urmel aus dem Eis'-Adaption eng ans gleichnamige Buch von Max Kruse hielt, hat 'Urmel voll in Fahrt' mit den bekannten Kinderbuch-Vorlagen nur noch wenig zu tun.
Profunde Kenner sowie kleine und große Fans des Kruse-Werks mit seinem prägnanten Sprachwitz mag das irritieren. Doch der Film findet, von manchen banalen Schwachstellen abgesehen, die allerdings eher die begleitenden Eltern als die Kinder stören dürften, schnell einen stimmigen eigenen Rhythmus.
Der ist deutlich rasanter und manche Szene ist turbulenter und schneller geschnitten, als es ganz kleinen Kindern verständlich erscheinen mag. Trotzdem ist 'Urmel voll in Fahrt' eine würdige, zeitgemäße und vor allem überaus liebenswerte Variation eines alt bekannten Themas.