'Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder.' Gemäß dieser Sentenz sind in den letzten Jahren einige Spielfilme entstanden, die sich dem Motto 'Ich singe, also bin ich' verpflichtet fühlten. Zuletzt der französische Internatsfilm 'Die Kinder des Mr. Mathieu' und das skandinavische Kirchenchor-Epos 'Oh Happy Day'. Nun hat sich der schwedische Regisseur Kay Pollak dem Thema angenommen. 'Wie im Himmel' heißt seine unprätentiöse kleine Etüde über die heilsame Kraft der Musik. Doch über den Wolken schwebt hier eigentlich niemand. Der weltberühmte Violinist und Stardirigent Daniel Dareus (Michael Nyqvist), von Kindesbeinen an als musikalisches Wunderkind erzogen, erleidet bei einem Konzert einen Herzanfall und zieht sich daraufhin aus dem Wanderzirkus der Branche zurück ins Dorf seiner Kindheit. Doch inmitten der zupackenden und alltagsgestählten Normannen hat der feingeistige Künstler, der nicht einmal Rad fahren kann, einen schweren Stand.
Im eleganten Kaschmirmantel stolpert Dareus durch die Schneehaufen, während die Einheimischen auf dem Schneepflug vorbeirauschen. Erst als man seine Identität aufdeckt und ihn bittet, sich als Fachmann doch einmal den örtlichen Kirchenchor anzuhören, taut das Eis zwischen Dareus und den Dörflern ein wenig. Als neuer Kantor soll er den schrillen Orgelpfeifen die rechten Flötentöne beibringen, und Pollak inszeniert in sehr originellen und mitunter auch anrührenden Szenen, wie die unterschiedlichen Charaktere aufeinanderprallen und wie sich letztlich doch alle Menschen durch Musik bewegen lassen. Das Ende von 'Wie im Himmel' ist für eine derartige filmische Gruppentherapie nicht ungewöhnlich: Hinter der erstarkenden Stimme des gesamten Chores steht immer auch das erstarkende Selbstbewusstsein der einzelnen Mitglieder. Solidarität und Musik als höchste Güter des Daseins - ein schöner Gedanke. Nur leider gleitet Pollak gerade gegen Ende seines so verheißungsvoll beginnenden Spielfilms deutlich ins Phrasenhafte ab.
dabei wurden zuletzt folgende kommentare abgegeben:
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Dieter
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Ich musste zuerst einmal wie ein «Phönix aus der Asche» neu entstehen, um in diesen Film all meine verschiedenen ?Dorfpositionen? wieder erkennen zu dürfen, Danke!!!
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25.12.2006 21:11
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lotta
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ich habe den Film erst jetzt gesehen und er hat mich tief bewegt, habe in keinem Film so geweint, brilliant gemacht, wunderbare Darsteller, wunderbare Musik, tolle Regie, ein Genuss, gar nichts hätte man besser machen können!
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datum:
07.08.2006 14:36
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Angie
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Dieser wunderschöne Film ist quasi ein Muss für jeden Menschen, der Musik liebt. Ich könnte ihn mir immer wieder anschauen.
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datum:
29.06.2006 08:09
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nafas
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ein wirklich zauberhafter film...der einfach alle facetten der"normal" zu empfindenen Gefühlswelt wiederspiegelt...