Deftige Komödien im Stile von 'American Pie' sind generellGeschmackssache. 'Zu scharf im wahr zu sein' ist aber ein wirklich gelungener Vertreter dieses Genres. Der schüchterne Kirk (Jay Baruchel) arbeitet als Sicherheitsbeamter am Flughafen. Als die betörend attraktive Karrierefrau Molly (Alice Eve) ihr Handy nach der Kontrolle liegen lässt, Kirk es ihr hinterher trägt und zufällig den passenden Spruch parat hat, findet die überirdisch schöne Molly Gefallen an dem schlagfertigen Kerl, der so gar keine Anstalten macht, sie aufdringlich anzumachen. Das würde sich der hühnerbrüstige Spargeltarzan auch im Leben nicht trauen.
Die von Jim Field Smith federleicht inszenierte Produktion erinnert im Stil an alte Doris Day-Filme. Modernisiert in Schnitt, Tempo, Farbgebung und Soundtrack, versteht sich. Witzig an 'Zu scharf um wahr zu sein' ist daher vor allem, dass Kirk nicht bemerkt, dass er in der Geschichte den Part von Doris Day innehat, während seine Traumfrau den Cary Grant gibt.
Bis die beiden am Ende pflichtgemäß ein Paar werden, durchlebt man als Zuschauer die üblichen Höhen und Tiefen aller ähnlich gearteten Komödien: Manche Gangs sind wirklich komisch, manche nur zum Fremdschämen geeignet.