Als das Cafe King 2010 schließen musste, um den Plänen für Luxuswohnungen am Glockenbach nicht im Wege zu sein, ist eine der szenigsten Locations aus München verschwunden. Doch die Betreiber des King Jisho Lang, Sandra Forster ('Zappeforster', 'Charlie', 'Roecklplatz', 'Zerwirk') und Robert Lorenz ('Crux') sind alte Hasen und geben so schnell nicht auf. Innerhalb von einem Monat haben sie im ehemaligen Cafe Beer in Eigenarbeit das Kong eingerichtet. Die ebenerdige Location mit den großen Schaufenstern weckt durchaus Erinnerungen an den Vorgänger. Und sie liegt nur ein paar Meter abseits von Münchens Partymeile zwischen Stachus und Maximiliansplatz. Um dem ganzen noch einen künstlerischen Charme zu verleihen, haben sich die drei aber diesmal noch Hilfe an Bord geholt: den Münchner Art-Designer und DJ Benjamin Röder (Spectacle, GLXY) und das Künstlerduo Fudo Lang und Alberto Troia von der Kunstakademie. Sie sollen aus dem Kong Donnerstag bis Samstag ab 20 Uhr eine "Bar mit überwiegend elektronischen Klängen und künstlerischer Kreativität" machen.
Viele kultige Details des alten Cafe Beer wurden beibehalten: Die lange Bar aus Palisanderholz, die 50er-Jahre-Decke oder die orangefarbenen Kacheln an den Toiletten. Mitten im Raum thront nun das DJ-Pult und alles rundherum ist mehr oder weniger Tanzfläche. Die Wände wurden dunkel verkleidet und so ist insgesamt viel Raum zum Tanzen, Reden und Trinken entstanden. Doch auch die drei Freigeister im Team wollen den Platz für Kunst nutzen, die zum morbiden Charakter des Club Kong passt. So gibt es also wieder Mitten in München ein Location in der sich die kreative Szene Münchens bei Live-Konzerten, Video-Art und Electrosound wohl fühlen kann. Und auch die Preise für das große Angebot an Drinks ist durchaus fair. Zudem gibt es auch kleine vietnamesische Baguettes für die Hungrigen der Nacht.
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